Hälfte der Amtszeit um: Bürgermeisterin schielt offenbar nicht nach Seehausen oder woanders

Bismarks Stadtchefin Schwarz will wieder in den Ring steigen

+
Bürgermeisterin Schwarz vor Bismarks Rathaus.

Bismark – Annegret Schwarz sieht auch ihre weitere Zukunft in der Einheitsgemeinde Bismark. „Ich bin hier ausgesprochen gern Bürgermeisterin und kann bereits verkünden, dass ich zur nächsten Wahl wieder antreten werde, auch wenn die noch etwas hin ist."

Die Christdemokratin wurde im Oktober 2016 für sieben Jahre zur Bürgermeisterin gewählt. Gut die Hälfte ihrer Amtszeit ist rum, im Jahr 2023 dürfte neu gewählt werden. Im Oktober werden es zehn Jahre, dass Schwarz in Bismark arbeitet.

Vor der Bürgermeisterwahl war sie Hauptamtsleiterin in der Einheitsgemeinde. „Ich wollte schon als Mädchen von 16 Jahren Bürgermeisterin werden, am liebsten natürlich in meinem Heimatort Krüden.“ Sie lebt nun mit der Familie gleich nebenan in Vielbaum, ihr Mann stammt auch aus dieser Ecke des Landkreises, die beiden Kinder, ein Junge und ein Mädchen, sind schon größer, der Arbeitsweg nach Bismark ist nicht allzu lang. „Es passt einfach vieles zusammen“, meint die 54-Jährige im AZ-Gespräch.

Vielbaum und Krüden gehören zur Gemeinde Aland und die zur Verbandsgemeinde Seehausen. Dass sie Bürgermeisterkollegen und Ex-CDU-Mitglied Rüdiger Kloth im Seehäuser Rathaus einmal durch eine Herausforderung oder anderswie beerben könnte, wiegelt Schwarz lachend ab. Und überhaupt: „Dort wollten sie mich doch nicht.“ Schwarz, auch Mitglied im CDU-Kreisvorstand, scheiterte 2012 in der Stichwahl gegen Robert Reck, der für die SPD ins Rennen gegangen war und inzwischen Dezernent in Dessau-Roßlau ist.

Kloth und Nico Schulz, Bürgermeister in Osterburg, haben nicht zuletzt im Streit mit dem CDU-Kreisverband um die richtige Aufarbeitung der Stendaler Wahlaffäre von 2014 mit der Partei gebrochen. Beide haben sie die parteiunabhängige Wählergemeinschaft Pro Altmark aus der Taufe gehoben, die es auf Anhieb in den Kreistag geschafft hat. Und: Beide sind sie nun den Freien Wählern beigetreten, einer ambitionierten Partei, die wahrscheinlich auch bei der Landtagswahl 2021 mit Kandidaten dabei sein will.

VON MARCO HERTZFELD

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare