Schritt für Schritt mehr Sicherheit

Bismarks Grundschule setzt zusätzliche Achtungszeichen gegen Raser

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Die neuen Achtungszeichen für Autofahrer vor der Grundschule in Bismark sind inzwischen besser zu sehen, offenbar ist eine zweite Schicht aufgetragen worden. Die gelben Fußabdrücke aus der Zeit davor sind ganz weg.

Bismark – Das erste Auftragen noch vor den Ferien hat nicht gehalten. „Motive für einen sicheren Schulweg wurden mit viel Elan auf die Straße vor der Schule gesprüht“, weiß Bürgermeisterin Annegret Schwarz im Gespräch mit der AZ.

Doch es hatte wohl geregnet und die Farbe verabschiedete sich schnell wieder. Alles andere als ein Beinbruch, findet die Christdemokratin.

Was Bismarks Grundschüler und Gemeindearbeiter über ein Projekt schon einmal probiert hatten, sollte schon bald an Kraft gewinnen. Es leuchtet weiß. Der Unterricht hat in dieser Woche wieder begonnen. Gut 260 Mädchen und Jungen drückten dort die Schulbank.

Zudem sollen nun doch Elternparkplätze direkt vor der Bildungsstätte entstehen. „Wo genau, das wird gemeinsam mit der Polizei geprüft.“ Inwieweit die Verkehrsführung in dem Bereich und darüber hinaus geändert werden soll, darüber will das Stadtoberhaupt mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen. Alles hänge ja irgendwie zusammen, eine Straße mit der nächsten. Einen Zebrastreifen nahe der Schule gebe es bereits, ohne viel Nutzen, und die Chancen auf einen zweiten seien gering, hatte sie der AZ schon im April gesagt. Auch von einer ausgeweiteten Tempo-30-Zone ist immer wieder einmal die Rede.

Für den einen ist er länger, für den anderen kürzer. Heil und unbeschadet sollen ihn alle gehen können. Eine Elterninitiative „Sicherer Schulweg“ hat sich gebildet und arbeitet seit einem guten Jahr so richtig. Sie baue auf die Gruppe und deren Willen auf Zusammenarbeit, betont Schwarz. Schnell wurden damals Unterschriften gesammelt, erste Gespräche liefen. Auch bei den Schildern sollte sich etwas ändern, sie würden bislang kaum bis gar nicht beachtet. Die Schule befindet sich an der Wilhelm-Lüdecke-Straße. Gerade morgens ist vor dem Komplex viel Betrieb: Schulbusse, Pkw der Eltern und weiterer Verkehr.

Elternvertretung und die daraus geborene Schulweg-Initiative seien wertvolle Partner, betont das Stadtoberhaupt immer wieder. Es gehe hier auch nicht um Kritik an der Stadtverwaltung, sondern um die Suche nach Lösungen. „Wir bleiben dran.“ Schon vor Längerem waren gelbe Füßchen auf den Asphalt gemalt worden, sie verblassten immer mehr. Das alte Warnmuster quer über die durchaus viel befahrenen Straße hatten Gemeindearbeiter geschaffen. Nun sollen lebensgroße Umrisse von Menschen in den Vordergrund treten. Damit es auch der letzte Fahrer begreife und das Tempo anpasse.

Das Rathaus will mit Schule und Eltern-Initiative im Gespräch bleiben, Ideen entwickeln und umsetzen. Vor der Grundschule in der Kernstadt der Einheitsgemeinde Bismark habe es in der Vergangenheit schon die eine oder andere knifflige Situation gegeben, erinnert Schwarz. Deshalb sollten auch alle Möglichkeiten besprochen und auf ihre Tauglichkeit hin geprüft werden. Die Welt drehe sich nicht nur für die Erwachsenen schneller. Auch wenn Autos immer besser und schicker würden, bleibe doch die Gefahr von Unfällen. „Und schlimme Dinge will doch wohl niemand von uns“, appelliert Schwarz.

VON MARCO HERTZFELD 

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