Festveranstaltung erwärmt ihr Herz

Bismarks Bürgermeisterin liebäugelt mit Bewerbung für Heimatfest

Das 18. Altmärkische Heimatfest fand im Sommer 2019 in der Osterburger Ortschaft Walsleben statt, ein buntes Bühnenprogramm gehörte auch dazu. Die Organisatoren haben eine durchaus positive Bilanz gezogen.
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Das 18. Altmärkische Heimatfest fand im Sommer 2019 in der Osterburger Ortschaft Walsleben statt, ein buntes Bühnenprogramm gehörte auch dazu. Die Organisatoren haben eine durchaus positive Bilanz gezogen.

Bismark– „Ich habe da ja noch so eine Idee“, beginnt Annegret Schwarz vorsichtig. Eines der nächsten Altmärkischen Heimatfeste, vielleicht ja schon das im Jahre 2023, könnte in der Einheitsgemeinde Bismark stattfinden.

„Noch ist nichts großartig mit unseren politischen Gremien besprochen.“ Auch müssten es die Bürger selbst wollen und mitziehen. Die Bürgermeisterin möchte andere mit ihrer Idee anstecken und für die Großveranstaltung in Bismark werben. „Es wäre ausreichend Zeit und wir könnten alle viel Sehenswertes vorbereiten. “.

Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin in Bismark.

Angesprochen fühlen müssten sich nicht zuletzt die Vereine in allen 20 Ortschaften und nicht allein im Grundzentrum. „Die Einheitsgemeinde würde weiter zusammenrücken, der Zusammenhalt stärker werden.“ Und: „Der Begriff lässt sich positiv besetzen. Die Altmark ist wunderschön. Wir dürfen Heimat sagen, ohne politisch rechts zu sein“, betont die CDU-Frau im Gespräch mit der AZ. Zu diesem Selbstverständnis einer altmärkischen Bürgermeisterin gehöre eine Feier wie das Altmärkische Heimatfest. „Es ist eine Chance.“

Vergeben wird die regelmäßige Veranstaltung durch den Altmärkischen Heimatbund. Sie findet alle zwei Jahre statt und wechselt dabei zwischen den beiden altmärkischen Landkreises hin und her, mal geht es im Landkreis Stendal über die Bühne, mal im Altmarkkreis Salzwedel. Dass sich dort irgendwo Bismark einordnen könnte, freut Norbert Lazay, den Vorsitzenden des Heimatbundes. Zumal Interessenten in letzter Zeit nicht unbedingt Schlange standen. Für den Gladigauer ist das Fest eine Herzensangelegenheit.

Erst im vergangenen Jahr hatte Walsleben die Besucher aus der Region und darüber hinaus angezogen. Die Osterburger Ortschaft sei ein würdiger Ausrichter gewesen, lobt der Gladigauer gegenüber der AZ. „Für 2021 gibt es die Option Gardelegen und ausgelagerte Veranstaltungen in Letzlingen.“ Doch das sei wirklich noch alles unter Vorbehalt, betont Lazay. Erste Gespräche habe es zwar schon gegeben, aber noch habe er keine endgültige Bestätigung aus der Westaltmark erhalten. „Warten wir es ab.“

Egal, welcher Ort im Westkreis das Fest nächstes Jahr ausrichtet, die darauf folgende Ausgabe sollte dem Osten gehören. Und dort denkt Lazay an Stendal, das 2022 Stadtgeburtstag und Sachsen-Anhalt-Tag feiert. Das Heimatfest könnte noch hinzukommen und angegliedert werden, wie es schon 1997 in Osterburg gemacht wurde. Wirklich entschieden sei das aber noch nicht. Fiele das Heimatfest mit Stendal 2022 aus dem zeitlichen Rhythmus, würde es 2023 wohl aller Voraussicht nicht stattfinden.

Das muss für mögliche Bismarker Pläne nicht das Ende bedeuten. Noch ist die Variante Stendal nicht in trockenen Tüchern, noch das Festjahr 2023 nicht gestrichen. Und wenn es für eine denkbare Bewerbung Bismarks für 2023 wirklich nichts werden könnte, bliebe doch die Zeit danach. Beim Neujahrsempfang des Heimatbundes am 25. Januar in Tannenkrug will Lazay schon mehr sagen können. Es gehe um die nächsten Jahre und Ausrichter und da könnte Bismark dazugehören. „Eine schöne Sache“, meint der 61-Jährige.

VON MARCO HERTZFELD  

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