„Wechselunterricht hat sich bewährt“

Bismarker Sekundarschule steigert sich langsam

Das Hauptgebäude der Bismarker Sekundarschule.
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Wie in den anderen weiterführenden Schulen dürfen auch Schüler der Bismarker Sekundarschule wieder in den Präsenzunterricht. Aber immer im täglichen Wechsel mit dem Distanzunterricht.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
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„Es lief gut“, fasst Birgit Smirnow, Schulleiterin der Sekundarschule in Bismark, die vergangene Woche zusammen. Seit dem 1. März dürfen weiterführende Schulen in Sachsen-Anhalt ab einer Corona-Inzidenz von unter 200 in den Wechselunterricht gehen.

Bismark - „Wir arbeiten erst einmal alles auf, lassen die Schüler ankommen und sehen, wo ihr Leistungsstand ist“, beschreibt Smirnow ihre Strategie. Normalbetrieb ist der Wechsel-Modus nämlich auch nicht.

Laut der Schul-Webseite wurden alle Schüler in zwei Gruppen eingeteilt. Diese wechseln täglich zwischen Präsenz- und Distanzunterricht. Diese Vorgehensweise gilt vorerst bis Freitag, 12. März. „Das Wechselmodell hat sich bewährt“, erklärt die Schulleiterin entschieden. Noch vor der vergangenen Woche hätten die Lehrer sichergestellt, dass alle Schüler Bescheid wussten. Sie hätten außerdem jeweils zwei Masken bekommen.

„Die Lehrer bereiten jetzt intensive Hausaufgaben vor, die die Schüler beim Fernunterricht zuhause bearbeiten können.“ Dabei würden sie auch individuell auf die Wissenslücken der Schüler eingehen und ihre Aufgaben darauf zuschneiden.

„Die Schüler freuen sich, in der Schule zu sein. Sie kommen mal raus von Zuhaus und sehen Gleichaltrige. Das macht sie glücklich“, berichtet Smirnow. Auch die Lehrer würde es freuen, ihre Schüler wiederzusehen. „Wir arbeiten erst einmal mit dem, was da ist und geben Feedback, lassen die Schüler auch mal ihren Frust ablassen.“

Smirnow selbst habe im Unterricht, in der Vertretung, aber auch in den Pausen nicht nur die Freude der Schüler darüber bemerkt, dass sie wieder in der Schule lernen können. „Sie strahlen richtig innerlich. Man merkt schon, dass sie Zuhaus einen Lagerkoller bekommen haben. Das hat sie psychisch ganz schön beeinträchtigt.“

Inzidenzwerte verunsichern

Wie genau es nun weitergeht, das weiß auch die Bismarker Schulleiterin nicht. „Wenn wir weiter Wechselunterricht haben, werden wir einen fließenden Übergang zu unserem normalen Lernpensum machen. Aber wenn ich mir so ansehe, wie die Inzidenz im Landkreis Stendal hochgeschnellt ist, weiß ich nicht, ob wir kommende Woche wieder in den Distanzunterricht gehen.“

Seit diesem Monat soll wöchentlich jeden Donnerstag vom Bildungsministerium abhängig von den Corona-Fällen entschieden werden, wie der Unterricht stattfinden darf. Die nächste Entscheidung wäre demnach am 11. März fällig. „Meinetwegen könnten sie das ruhig einen Tag früher machen. Damit die Schulen sich darauf einrichten können“, bemängelt Smirnow.

Immerhin war den Lehrern an der Sekundarschule die Arbeit im Wechselunterricht, wie er nun für alle Klassen gilt, noch aus dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 vertraut. „Da haben wir ähnlich gearbeitet. Erst waren nur die Abgangsklassen, dann auch die Vorabgangsklassen im Wechselmodell.“

Zu der Zeit mussten die älteren Schüler mindestens einmal innerhalb von 14 Tagen in der Schule sein. „Das macht sich gut mit unseren Stundenplan, besser als im Fernunterricht. Die Schüler durchlaufen einmal den üblichen Ablauf in der Woche.“

Die jüngeren Schüler mussten im Lockdown die Aufgaben täglich von der Webseite oder mit Voranmeldung aus der Schule abholen. So konnten sie auch zuhause den üblichen Stundenplan verfolgen. Sie bekamen aber auch die Möglichkeit, noch zwei Tage später auf die Aufgaben zuzugreifen.

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