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Bismarker Rathaus beim Energiesparen noch planlos

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Von: Lisa Maria Krause

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Wie das Bismarker Rathaus, das mit Gas geheizt wird, aber auch die gesamte Einheitsgemeinde Energie sparen können, soll im Stadtrat besprochen werden. © Privat

Einen richtigen Plan, wie die Einheitsgemeinde im Herbst und Winter Energie sparen kann, hat Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) noch nicht. Aber eben darauf liegt ihre Betonung: Es gehe nicht darum, Geld zu sparen, sondern vor allem Energie.

Bismark - Die Verwaltung arbeite an Ideen, versichert sie im Gespräch mit der AZ. Vorschläge sollen dann im Stadtrat besprochen werden, der am 14. September das erste Mal nach der Sommerpause tagt. Es stehe an, zu schauen, „wo können wir und wie können wir“ Einsparungen in der Einheitsgemeinde, aber auch direkt im Bismarker Rathaus vornehmen, sagt Schwarz.

Ganz genaue Ansätze hat Schwarz noch nicht parat. Und zur Info: Das Bismarker Rathaus wird mit Gas beheizt. Dieses und andere Gebäude im Gemeindebesitz umzustellen, würde laut der Bürgermeisterin viel Geld kosten.

Ein großes Thema werde die Straßenbeleuchtung sein, kündigt sie an. Immerhin: Die Einheitsgemeinde Bismark baut seit Jahren viele Laternen in ihrem Gebiet auf LED um und will das auch weiterhin tun. Wie berichtet, erreichten die Verwaltung vor ein paar Wochen mehrere Fördergeldbescheide, darunter einer für die Dorferneuerung über die Förderrichtlinie RELE.

Schwarz will keine dunklen Dörfer

Die Einheitsgemeinde erhält rund 350 000 Euro für die weitere Umrüstung auf LED. Sie stockt die Mittel auf, sodass insgesamt circa 406 000 Euro in die Straßenbeleuchtung fließen. Nach der Umsetzung dieser Pläne sollen fast alle Straßenlaternen im Bismarker Gebiet auf LED umgestellt sein. Das Ergebnis der bisherigen Umrüstung erscheint vielversprechend. Laut Schwarz konnte so 50 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs eingespart werden. „Angesichts der ganzen Stromdiskussion ist das der richtige Weg“, erklärt die Bürgermeisterin.

Um den Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung weiter zu reduzieren, denkt Schwarz über eine andere Schaltung nach, dunkle Dörfer soll es aber nicht geben. „Ich kann nicht die ganze Straßenbeleuchtung ausschalten.“ Dabei gehe es auch um einen Sicherheitsfaktor, den das Licht biete, beispielsweise an Bushaltestellen. Welche Strategie da sinnvoll wäre, will Schwarz mit Elektrikern besprechen.

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