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Bismark: Ortschaftsrat setzt Vereinsförderung auf maximal 50 Prozent fest

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Von: Lisa Maria Krause

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Der Bismarker Reitsportverein will neue Lichtgiebel wie diese in der Reithalle fast vollständig von der Ortschaft finanziert bekommen. Der Antrag löst im Ortschaftsrat eine Diskussion aus, wie viel maximal gefördert wird. © imago

Der Bismarker Ortschaftsrat hat sich in seiner Sitzung am Dienstag auf eine feste maximale Förderung für die ortseigenen Vereine geeinigt. Ab sofort sollen Anträge der Vereine nur mit bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten gefördert werden.

Bismark - „Ich bin kein Fan davon“, sagte Peter Lamprecht über die übrigen knapp 600 Euro Ortsmittel nach der ersten Berechnung der Ausgaben in diesem Jahr. Ihm sei lieber, dass nicht die Ersparnisse aus den Vorjahren eingeplant würden. Diese Rücklagen seien für wirklich schlechte Zeiten gedacht.

Ortsbürgermeisterin Ruth Rothe stellte die Möglichkeit zur Wahl, grundsätzlich nur maximal 50 Prozent der Gesamtkosten von beantragten Investitionen oder Plänen der Vereine zu zahlen. Diesem Vorschlag konnten die Ortschaftsräte zustimmen. „Das ist schon mal besser als gar nichts“, erklärte Andreas Cosmar.

Dementsprechend konsequent mussten nun die neuen Förderungen berechnet werden. Der Ortschaftsrat will nun auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Vereine die Gesamtkosten im Antrag anzugeben haben, egal wie viele Eigen- oder Drittmittel sie für ihre Vorhaben verwenden oder welchen Anteil sie beantragen. Denn Letzterer kann auch weniger als 50 Prozent betragen.

Losgetreten hatte diese Diskussion ursprünglich ein Antrag auf Vollfinanzierung des Reitsportvereins. Er wollte 2500 Euro für die Erneuerung der Lichtgiebel in der Reithalle. Insgesamt koste dies 2650 Euro. Cosmar betonte da bereits, dass immer nur ein Teil der Gesamtkosten von der Ortschaft mitfinanziert wird. Annegret Schwarz, Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, die bei der Sitzung anwesend war, bestätigte, dass auch die Einheitsgemeinde maximal nur 50 Prozent fördert.

Der Reitsportverein soll nun 1325 Euro bekommen. Nach der neuen Berechnung sollten sich am Ende des Jahres noch 8800 Euro in der Kasse der Ortschaft befinden. So werden die Pläne des Sportvereins TuS nun mit 4100 Euro statt wie beantragt mit über 6000 Euro unterstützt. Dieser hatte Teilunterstützung für einen neuen Rasen und einen Wasserzähler beantragt. Da das neue Flutlicht sich noch auf einen Antrag aus dem Vorjahr bezog, bleibt es bei der Förderung mit 1100 Euro.

Das Jubiläum des Kolk-Vereins wird mit den beantragten zehn Prozent, also 160 Euro, unterstützt. Der Kleingartenverein erhält 1000 Euro und der Rassengeflügelzuchtverein 440 Euro. Der Förderverein der Feuerwehr Poritz hatte ursprünglich 650 Euro ohne Eigenmittel für das jährliche Fest im Dorfgemeinschaftshaus eingeplant. Stattdessen erhält er 325 Euro.

Das Orchester aller Generationen erhält 420 Euro und die Hobbykunst 50 Euro. Der Heimatverein hatte neben bereits fest verwendeten Geldern von 800 Euro keine weiteren Mittel beantragt. Die „Freunde der Krokusse“ bekommen mit 200 Euro auch nur die Hälfte der beantragten Summe. Die Bismarker Feuerwehr hatte 500 von 800 Euro Gesamtkosten beantragt. Auch sie bekommt nur 50 Prozent der Kosten.

Schwarz formulierte die neuen Richtlinien für die Förderung mit Bismarker Ortmitteln und setzte auch fest, dass, falls die Kosten doch kleiner sind als ursprünglich angegeben, auch die Förderung bei der Abrechnung minimiert werde, um weiterhin nur die Hälfte zu betragen.

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