Letzte Brandschutzmaßnahmen ausgeführt

Keinen Schub für das Obergeschoss im JFZ

Das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum in Bismark.
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Die Brandschutzmaßnahmen sind abgeschlossen, von Sanierungsplänen ist dagegen keine Spur.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Dass es im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum (JFZ) von Bismark einige Mängel in Sachen Brandschutz gab, war schon lange bekannt. Ebenso, dass die Einheitsgemeinde Bismark sie angehen will.

Bismark - Nun sollen alle Maßnahmen abgeschlossen sein, wie Hauptamtsleiter Marco Henschel auf AZ-Anfrage mitteilt.

Beim Besuch im Jugendtreff wurden kürzlich zwei neue Brandschutztüren gerade eingebaut. Das waren laut Henschel die letzten baulichen Maßnahmen auf dem JFZ-Zettel der Einheitsgemeinde. Bereits seit der Übernahme durch den neuen Träger Internationaler Bund (IB) 2020 waren diese im Gange, angefangen mit organisatorischen Maßnahmen. Dazu gehörte auch die Schließung des Obergeschosses.

Die neuen Türen ermöglichen nun von offizieller Seite her zulässige Fluchtwege. Dort wurden in der Vergangenheit die Fenster als Notausstiege genutzt. Dazu kommen neue brandsichere Bodenbeläge und Verkleidungen für die Holztreppe. Abgerechnet sind diese Maßnahmen noch nicht, aber Henschel schätzt auf Investitionen von rund 20 000 Euro über die vergangenen zwei Jahre.

Feste Pläne, das seit Langem gesperrte Obergeschoss zu sanieren, um für die mögliche vierte Corona-Welle im Herbst mehr Platz im JFZ zu haben, gibt es nicht. „Nach den bisherigen Erfahrungen gibt Corona der Sache keinen Schub“, stellt Henschel klar. Aufgrund der Verordnungen habe der Jugendtreff generell schließen müssen. Mit weniger erlaubten Besuchern habe der Platz in den unteren Räumlichkeiten auch ausgereicht.

„Die Nachfrage war bei hohen Inzidenzen auch geringer“, erklärt der Hauptamtsleiter. Auf dem Platz im Untergeschoss basiere auch das Konzept des IB.

Zwei Brandschutztüren gibt es nun zur Sicherung der Fluchtwege neu im Bismarker Jugendtreff.

Ziel für die bisherigen Maßnahmen sei es gewesen, die Jugendarbeit in Bismark weiter zu ermöglichen. „Über das Obergeschoss muss perspektivisch entschieden werden, wenn der Bedarf da ist und planbar ist.“ Die Mitarbeiter im Bismarker JFZ bedauern, dass sie den Platz oben nicht nutzen können, wo zuvor unter anderem ein Mädchenzimmer, ein Bastelraum und Büros untergebracht waren.

„Das rentiert sich noch nicht. Wir haben nicht genug Auslastung“, gibt dennoch Teamleiter Julian Reinecke zu. Es sei aber definitiv mehr möglich, falls das Obergeschoss geöffnet würde.

An Luftfilter für den Jugendtreff wird im Bismarker Rathaus noch gar nicht gedacht. „Hierzu können noch keine belastbaren Aussagen getroffen werden“, sagt Henschel. Der Schwerpunkt für derlei Anschaffungen liege derzeit nicht auf Einrichtungen wie dem JFZ.

Das Landesbildungsministerium rief kürzlich zu einer Zählung aller schlecht belüftbaren Unterrichtsräume auf. Das Land und der Bund wollen in den betroffenen Schulen die Ausstattung mit Luftfiltern fördern (AZ berichtete). Andere Gemeinschaftsräume waren noch nicht im Gespräch.

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