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Bismarker Hünengräber wirken ungepflegt

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Von: Lisa Maria Krause

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Eine Person sitzt auf der Bank vor dem Hünengrab.
Von einer Bank, die Reisende und Besucher zum Verweilen einladen soll, ist das eigentliche Hünengrab bei Kläden kaum als solches zu erkennen. Es ist zugewachsen. © Hartmann, Stefan

Beliebte Sehenswürdigkeit oder vernachlässigtes Zeugnis der Geschichte? Die Einheitsgemeinde will mit ihren Hünengräbern glänzen. Vor Ort an den alten Steinen ist das nur bedingt zu merken.

Kläden/Grassau - Bei einer Stippvisite der AZ an zwei der fünf Bismarker Großsteingräbern fällt das ein oder andere auf: Das Hünengrab bei Kläden ist fast komplett zugewachsen. Meterhoch stehen die Gräser und anderen Pflanzen. Zum Info-Schild am Feld müssen Besucher sich durchkämpfen. Aufgrund des Bewuchses sind die Steine von einer dort aufgestellten Bank kaum zu erkennen, von der anderen Seite allerdings schon.

Ein getretener Weg durch das Gestrüpp zum Schild.
Auch den Weg zum Info-Schild müssen Interessierte sich erkämpfen. © Hartmann, Stefan

Ähnliches ist auch bei dem Grassauer Hünengrab vorzufinden. An der geschichtsträchtigen Anlage, die verborgen im Wald zwischen Friedrichsfleiß und Grassau liegt, gibt es eigentlich eine Box mit Flyern. Nur ist diese leer. Ob die Informationsbroschüren einfach nur sehr schnell vergriffen sind oder ob sie nur selten nachgefüllt werden, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Eine Anfrage der AZ im Bismarker Rathaus zur Pflege der Großsteingräber läuft.

Die Einheitsgemeinde hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Hünengräber besser in Szene zu setzen. Auch ist es ein Vermarktungsfaktor, da fünf der acht Steingräber des Landkreises im Bismarker Gebiet liegen. Bereits in 2020 stellte eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit dem Förderverein des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle neue Hinweisschilder auf, um auf die Hünengräber aufmerksam zu machen und über die Geschichte zu informieren. Der Verein unterstützte die Aufstellung auch finanziell.

Die Ausschilderung war bereits im vergangenen Jahr Thema. Der Grassauer Ortsbürgermeister sah das örtliche Hünengrab schwer zu finden. Schließlich nahm er die Beschilderung einfach selbst in die Hand.

Die Flyerbox aus Plastik mit dem Hünengrab im Hintergrund.
Dem so schon schwer zu findenden Grassauer Hünengrab fehlen die Flyer. © Hartmann, Stefan

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