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Ausstellung „Buch im Wandel der Zeit“ in der Bismarker Bibliothek

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Von: Lisa Maria Krause

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Stüwe hält ein Kinderbuch. Daneben liegen weitere.
Bibliothekarin Annette Stüwe stellt zum Tag des Buches Bände aus, die in verschiedenen Ausgaben die Zeit überdauert haben. Besonders spannend findet sie die Entwicklung der Kinderbücher. © Lisa Maria Krause

Zum Tag des Buches am 23. April hat Annette Stüwe ein besonderes Angebot für die Bismarker Bibliothek vorbereitet. Die Bibliothekarin hat eine Ausstellung zum Thema „Das Buch im Wandel der Zeit“ gestaltet.

Bismark - Die Idee sei ihr gekommen, als sie im Ablagestapel auf alte Bücher gestoßen sei, berichtet Stüwe der AZ. Besonders überrascht war sie davon, wie viele Bücher über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg neu aufgelegt werden. So liegen nun auf verschiedenen Tischen in der Bibliothek vielerlei Bücher aus verschiedenen Zeiten, geordnet nach Thematik oder gar nach Geschichte.

Die Auswahl reicht von Romanen über Ratgeber und Lehrbücher bis zu Kinderbüchern. Auch Tablet, Ebook-Reader und Tonies – kleine Figuren, die mit der richtigen Technik Hörbücher abspielen – sind dabei. All das gehört zum Wandel des Buches.

Auch das Buch wird digitaler. Das findet die Bibliothekarin besonders bei den Kinderbüchern spannend. Schließlich mussten sie Kinder dazu verlocken, selbst zu lesen. Von alten Märchenbüchern über Pappbücher bis zu Büchern mit CD oder Buttons, die Töne abspielen, ist einiges ausgestellt.

Ausgestellte Bücher in der Bismarker Bibliothek.
Der älteste ausgestellte Band ist eine Übersetzung von Homers Odyssee von 1877. © Lisa Maria Krause

„Mir war eben wichtig, die Entwicklung darzustellen“, erklärt Stüwe. Die meisten Bücher sind aus eigenen Beständen, die älteren sind teils Leihware – unter anderem von Ortsbürgermeisterin Ruth Rothe (Linke). Die bibliothekseigenen Bücher können auch aus der Ausstellung heraus ausgeliehen werden.

Das vermutlich älteste Buch ist eine Übersetzung von Homers Odyssee von 1877, eine dritte Auflage. Wie alt die erste Auflage gewesen sein dürfte, konnte Stüwe nicht herausfinden. Auch Buddenbrooks, das Tagebuch der Anne Frank und das „Buch der Lieder“ von Heinrich Heine sind in verschiedenen Ausgaben zu finden.

Ab kommenden Dienstag, 19. April, und bis zum 6. Mai können Interessierte in der Auswahl stöbern und sich verschiedenste Versionen derselben Geschichte ansehen. Die Ausstellung ist zu den üblichen Bibliothekszeiten zugänglich. Zusätzlich öffnet Stüwe auch mittwochs von 11 bis 15 Uhr.

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