„Ist kein Spaß mehr“

Bismarker Angler werden zu Müllmännern

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Der Bismarker Kolk ist die gute Stube der ortsansässigen Angler, doch immer wieder müssen sie dort Müll einsammeln.

Bismark – Der Bismarker Kolk ist nicht nur das touristische Aushängeschild der Stadt Bismark, nein, es ist auch wie die „Wohnstube“ der Angelsportfreunde, die am idyllisch gelegenen See ihrem Hobby, dem Angeln, nachgehen.

Neben dem Angeln gehört aber auch die Pflege des Gewässers, des Ufers und des weitläufigen Areals dazu.

Immer wieder wurden dort aber in den letzten Wochen und Monaten Tüten mit Müll, Flaschen und anderer Unrat hinterlassen. „Es macht wirklich keinen Spaß mehr“, so die Angler bei einem der letzten Arbeitseinsätze am Kolk. „Wenn man nur den ganzen Vormittag mit Müllsammeln beschäftigt ist, man kommt zu nichts, was man sich im Arbeitsplan vorgenommen hatte. “.

Die Treppe im Eingangsbereich hätte schon längst erneuert werden müssen, aber es fehlt die Zeit.

Eigentlich wollte man den Zugang von der Döllnitzer Chaussee schon längst mit einer neuen Treppe zugänglicher gemacht haben und auch der Weg um den Kolk sollte noch verbessert werden. „Aber immer nur Müll, man weiß nicht mehr, wo man ist.“ Auch Schwimmmeister Volker Gille half kürzlich schon mit, denn „es sah aus, als ob einer nach dem Kolk-Besuch nackig nach Haus gelaufen sei.“

Jacke, Hose und andere Klamotten lagen überall verstreut, auch im Wasser wurde man fündig. Ein ganzer Plastikbehälter mit Müll wurde wieder eingesammelt, was die ehrenamtliche Tätigkeit der Angler nicht einfacher macht. Ob und wann man mit dem Bau der neuen Treppenstufen nun beginnen kann, ist fraglich, wenn die Sportfreunde immer mit anderen Dingen aufgehalten werden. Doch es steht fest: „Den Müll kann man nicht einfach liegen lassen.“  mb

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