Von Schwarz auf Weiß

Einheitsgemeinde will Breitband-Ausbau selbst vorantreiben

Ortseingang von Schinne mit einem Plakat des ZBA.
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Derzeit ist der Tiefbau im Namen des Zweckverbandes Breitband Altmark in Schinne am Werk. Einheitsgemeindebürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) will den Ausbau selbstständig weiter vorantreiben.
  • Lisa Maria Krause
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„Wir sind ja große und schwarze Flächen“, beschreibt Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) die bisherige Verbreitung des Breitbands in der Einheitsgemeinde Bismark.

Bismark - Das soll sich nach ihren Plänen allerdings ändern. Die Verwaltung wolle sich direkt an die Bürger wenden, wie Schwarz im Stadtrat erklärte.

Sie sei in einem guten Gespräch mit DNS:NET aus Berlin, das einen eigenen Ausbau des Glasfaser- und Breitbandnetzes anbietet. Es wurde eine Art Absichtserklärung ausgehandelt, dass das Telekommunikationsunternehmen den Ausbau für schnelles Internet vorantreibt, wenn 40 Prozent der Fläche mit Vorverträgen gedeckt sei.

Damit sollen auch die letzten dunklen Flecke von der Karte der Einheitsgemeinde verschwinden, die nicht vom derzeitigen Breitbandausbau des Zweckverbandes Breitband Altmark (ZBA) gedeckt sind. „Dafür müssen wir Klinken putzen“, betonte Schwarz. Es müsse Werbung gemacht werden für die Verträge. „Wir gehen damit breit in die Öffentlichkeit.“ Besonders blinde Flecken wie Teile von Schinne, Bismark und Kläden würden damit ins Blickfeld gerückt. Das Bürgerinteresse sei schon groß genug, um eine Akquise zu beginnen. Ob Schwarz dadurch davon ausgeht, dass es kein Problem sein wird, den Prozentsatz zu erreichen, ist unklar. „Ich hoffe, die Bürger machen mit, damit wir bald alle in weiße Flächen umwandeln“, sagte sie im Stadtrat. Derzeit ist der Tiefbau des ZBA unter anderem in Steinfeld und Schinne im Gange.

Wann es in Kremkau, Berkau, Arensberg, Wartenberg, Döllnitz, Poritz und Büste losgeht, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Diese Ortschaften sind dem zentralen Knotenpunkt Vienau/Zethlingen in der Einheitsgemeinde Stadt Kalbe zugeordnet. Aufgrund von Förderrichtlinien kann der Zweckverband nicht alle Ortschaften vollständig bebauen. Diesem Defizit will die Einheitsgemeinde nun selbstständig entgegenwirken.

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