Ideen gefragt: Areal neben Spielzone soll zentraler Platz werden

Bismark: Wasserlauf ins Abseits gerückt

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Der Spielplatz nebenan soll im Herbst am Rande noch mit einigen Bäumen versehen werden.

Bismark – Der Platz ohne richtigen Namen wirkt wenig einladend, ja schon fast trostlos. Seitdem gleich nebenan ein neuer Spielplatz eingerichtet wurde, steht der kleine Springbrunnen noch mehr im Abseits. „Gefühlt stammt er noch aus der DDR-Zeit.

Dass das Wasser läuft, daran kann ich mich nicht erinnern“, sagt Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz. Das Areal nahe Einkaufsmarkt und Mehrzweckhalle soll belebt werden. Allerdings nicht heute und auch nicht morgen. „Wir brauchen Zeit, gute Ideen und natürlich Geld.“

Der Brunnen im Herzen der Stadt soll schon lange kein Wasser mehr geben. Wer es nicht besser weiß, könnte ihn auch für eine Sonnenuhr oder irgendein Kunstobjekt halten. Auch dieses Areal soll neu belebt werden, nur wann, ist offen.

Der Ortschaftsrat der Kernstadt habe sich bereits Gedanken gemacht, das wisse sie schon. Und ja, aus dem Gelände, das so riesig ja nun auch nicht sei, könnte durchaus ein zentraler Platz zum Verweilen und Wohlfühlen werden. Dass daneben Kleinkinder toben, müsse dem nicht entgegenstehen, im Gegenteil. Inwieweit sich der Springbrunnen ohne Weiteres reaktivieren ließe, kann die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde auf die Schnelle nicht sagen. Wasserspiele und Brunnen seien ja immer besondere Anziehungspunkte.

Den Spielplatz an der Breiten Straße verbucht die Christdemokratin jedenfalls als Erfolg für die Kommune. Die Resonanz junger Familien sei durchaus beachtlich, auch wenn momentan dort ob der Urlaubszeit vielleicht weniger los sei. Die vier Spielgeräte haben gut 11 000 Euro gekostet. Ob noch Geräte für größere Kinder angeschafft werden, entscheide sich frühestens im Haushaltsjahr 2020, so Schwarz. Der Stadtrat habe das Wort und der Ortschaftsrat solle natürlich möglichst einbezogen werden.

Die Bürgermeisterin hat vor der Tobezone extra Schilder anbringen lassen, die zu Sauberkeit und pfleglicher Behandlung der Geräte ermahnen. Kinder selbst sollen sie bei der Einweihung vor einigen Wochen auf Papierschnipsel hingewiesen haben. Schwarz will das als Anstoß verstanden haben und richtete die Schilder an die Adresse der Erwachsenen, die ja auch lesen können. Ob mit Ermahnung oder nicht, bislang habe es keine Zerstörungen gegeben. „Ich bin fest überzeugt davon, dass dies auch so bleiben kann.“

Die CDU-Frau sieht die Einheitsgemeinde in der regelrechten Offensive. Insgesamt gibt es an die 40 Spielplätze, einige seien schon erneuert worden. Der Spielplatz in Dobberkau steht noch für dieses Jahr auf der Agenda. Die Geräte sind bereits bestellt und sollen Mitte Oktober geliefert werden. Ob der Spielplatz nahe der früheren Schule bleibt oder womöglich umzieht, soll gemeinsam mit dem dortigen Ortschaftsrat entschieden werden. Insgesamt 14  000 Euro stehen für Dobberkau zur Verfügung, davon sind 10 000 Euro Fördermittel.

VON MARCO HERTZFELD 

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