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Bismark: Uelzena plant Ausbau „am offenen Herzen“

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Von: Lisa Maria Krause

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Dwehus steht neben einem Bildschirm, auf dem steht: „30 - Jeden Tag das Beste geben“ mit einem Bild der Altmark-Käserei Bismark.
Uelzena-Geschäftsführer Jörn Dwehus feiert mit den Mitgliedern das 30-jährige Bestehen des Betriebsstandorts Bismark und teilt in der Generalversammlung aktuelle Informationen zu dem geplanten Ausbau mit. © Lisa Maria Krause

Zur Feier des 30-jährigen Bestehens des Betriebsstandorts in Bismark veranstaltete die Uelzena Gruppe ihre Generalversammlung in diesem Jahr dort. Dabei gab es auch weitere Informationen zur geplanten Erweiterung der Altmark-Käserei in Bismark.

Bismark - Laut Jörn Dwehus, Hauptgeschäftsführer des Unternehmens, befindet diese sich in der Endabstimmung für benötigte erweiterte Wasserrechte.

Als Ehrengast und sowohl im Namen der Einheitsgemeinde als auch des ebenfalls anwesenden Ersten Beigeordneten des Landkreises Stendal, Sebastian Stoll (CDU), begrüßte Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) die Mitglieder in Bismark. Sie erklärte, dass sie darauf hofft, bald die Grundsteinlegung und später auch die Betriebsaufnahme des geplanten Anbaus gemeinsam mit der Uelzena feiern zu können. Sie habe selbst eine enge Verbindung zu der Käserei, die den Standort Bismark über die Region hinaus bekannt mache. Denn Schwarz hat den Beruf der Milchindustrielaborantin erlernt.

Sie sei froh, dass das Unternehmen in Bismark eine Erweiterung plane, auch wenn sie noch nicht so weit seien, wie sie gerne wollten. Dazu fügte die Bürgermeisterin an: „Was lange währt, wird endlich gut. Und was noch länger dauert, wird perfekt.“ Anfang Juli sei ein Treffen mit Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) anberaumt. Dabei will sie betonen, wie wichtig die Investitionen für den ländlichen Raum vom Bundesland sind, versprach Schwarz.

Ein Foto einer Bildschirmpräsentation mit Luftaufnahmen der Gebäude.
Die Präsentation zeigt links die zukünftige Altmark-Käserei sowie Wasserrohre und rechts oben ein Unternehmen, das das Nebenprodukt Süßmolke verarbeitet. © Lisa Maria Krause

Die Hausaufgaben für den Ausbau der Altmark-Käserei sind erledigt, berichtete Dwehus. Bei der Planung sei auf zwei Dinge besonders geachtet worden: Zum einen soll zukunftsfähige, möglichst effiziente Technik eingebaut werden. Zum anderen sollte während der Bauarbeiten die Produktion nicht gestoppt werden. „Am laufenden Herzen soll hier gebaut werden“, führte er aus. Der Ausbau der Bismarker Käserei sei ein wichtiger Schritt für die Uelzena.

Laut Infomaterialien der Firma ist die Inbetriebnahme der neuen Käserei und des Salzbades für 2025 geplant. Als Ziel plant die Uelzena zunächst eine Jahresleistung von etwa 38 000 und später bis zu 50 000 Tonnen. Moderne Käsefertiger, Abfüll- und Presstechnik soll zum Einsatz kommen.

Geschlossene Systeme sollen für einen optimalen Hygienestatus und besser Qualität und eine zentrale Rezepturverwaltung für eine bessere Verwertung der Rohstoffe sorgen. Das automatisierte Salzbad mit Krantechnik werde eine Chargentrennung ermöglichen, mit der der Ursprung rückverfolgt werden kann.

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