Andere Seite des Gewässers zu erleben

Pläne um Tretboote für den Bismarker Kolk werden konkreter

Jugendliche auf zwei Tretbooten auf dem Bismarker Kolk zum Stadtfest.
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Die geliehenen Tretboote aus Arendsee kommen zum Stadtfest am Kolk schon gut an. In Zukunft könnte es dauerhaft welche am Bismarker Gewässer geben.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Mit der Idee wurde schon eine ganze Weile gespielt, nun könnte sie Wirklichkeit werden: Der Bismarker Kolk könnte eigene Tretboote bekommen.

Bismark - Die geliehenen Exemplare zum Stadt- und Vereinsfest am vergangenen Wochenende waren ein Testlauf, wie Ruth Rothe (Linke), Ortsbürgermeisterin von Bismark, der AZ erklärt.

„Alle waren ganz begeistert“, schätzt Rothe die Resonanz ein, „Unser kleiner See war von einer ganz anderen Seite zu sehen.“ Denn die Tretboote dürfen im eigentlichen Angelbereich fahren, außerhalb des abgesperrten Bereichs für die Badegäste. „Da sind gerade wunderschöne Seerosen. Die sieht man nur auf dem Wasser.“ Die Gäste hätten sich gefreut, aber auch ordentlich gepustet. „Ich denke mal, das ist ein schöner Sport.“

Die Tretboote hatte sich die Stadt aus Arendsee geliehen. Natürlich nicht ohne Kosten. Genau Zahlen will Rothe nicht nennen. Sie sagt allerdings, dass trotz Andrang die Kosten längst nicht von dem kleinen Obolus gedeckt wurden. Eine Fahrt von 20 bis 30 Minuten auf dem Kolk kostete am Festtag gerade einmal einen Euro. „Es war ja zum Anfüttern“, betont Rothe. Die Resonanz sieht für sie vielversprechend aus.

Dennoch könnte es einige Zeit dauern und noch steht nicht fest, ob der Kolk eigene Tretboote bekommt. „Wir müssen mal gucken. Ich bin mit Frau Schwarz im Gespräch.“ Die Einheitsgemeinde und Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) hätten schließlich mitzureden.

Rothe ist aber vorbereitet und hat sich bereits angesehen, wie viel ein Tretboot kosten würde: „Je nachdem zwischen 1800 und 2500 Euro.“ Oben drauf komme natürlich noch eine Versicherung. „Und wir müssen die Leute haben.“ Zum Stadtfest hatte der Schwimmmeister die Aufgabe zusätzlich übernommen, im alltäglichen Badebetrieb sei das allerdings nicht möglich. „Das zählt zum Bootsverleih. Wir brauchen Personal, das da aufpasst“, erläutert die Ortsbürgermeisterin.

Auch der Preis für eine Tretbootfahrt müsse angehoben werden. „Ich weiß ja nicht, was das in Arendsee kostet.“ Die Bismarker würden sich aber an diesem Maßstab orientieren. Die Kosten für die Tretboote würden einiges ausmachen. „Die Einnahmen werden das nie abdecken“, gibt Rothe zu Bedenken.

Eigentlich steht als nächste Anschaffung für den Kolk eine Handseilfähre an, doch auch da stockt es noch. Wie die AZ im Juni von Schwarz erfuhr, stehen offene Fragen im Raum. Klar ist, dass mit keinem der beiden Projekte noch in diesem Jahr zu rechnen ist. Auch im Falle der Handseilfähre sind die Anschaffungs- und Versicherungskosten nicht abschließend geklärt. Im Unterschied zu den Tretbooten ist die Fähre nur für Kinder gedacht. Sie ist auch bereits im Haushalt 2021 verankert worden, doch ob das Geld noch dieses Jahr eingesetzt werden kann, ist fraglich. 10 000 Euro sind eingeplant, davon 2000 vom Förderverein, 1000 von der Ortschaft und die übrigen 7000 von der Einheitsgemeinde.

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