Förderantrag zum Umbau neu gestellt

Hindenburg-Park in Büste soll seinen Weg finden

Ein Stein mit Inschrift im Büster Park erinnert an Paul von Hindenburg.
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Welche Rolle ein Hindenburg-Gedenkstein im Park in Büste spielen kann, wird sich zeigen. Die Pläne für eine Anbindung ans touristische Radwegenetz sind nicht ganz neu.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Er liegt ziemlich versteckt und soll aus dem Dornröschenschlaf geholt werden. Die Stadt Bismark will den Park in Büste beleben. Nicht zuletzt Radtouristen könnten dort vermehrt Station machen.

Büste – Dieser Park wirkt bei dem richtigen Licht durchaus verwunschen. Wer es weniger gut mit ihm meint, könnte auch vergessen sagen. Zweifellos liegt das Gelände in Büste einigermaßen versteckt und dabei doch irgendwie am Puls dieser Bismarker Ortschaft, direkt am Sportplatz. Beides soll endlich an Klasse gewinnen, nicht zuletzt der Ortschaftsrat und Bürgermeisterin Jacqueline Hackler-Altrock (UWB) machen sich dafür stark. Freunde des Parks dürfen nun wieder stärker hoffen, ein Förderantrag wird beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) für das Jahr 2022 neu gestellt. Beim Sportplatz müssen sich alle noch gedulden, ein Antrag liegt bestenfalls in der Schublade. Zumindest spricht Annegret Schwarz (CDU), die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, auf Nachfrage der AZ auch beim Sportplatz schon von einem Projekt.

„Der Park soll saniert werden, um diesen für die Bevölkerung und insbesondere für touristische Zwecke nutzbar zu machen“, erläutert die Rathauschefin. Dabei spiele die Nutzung durch die Vereine eine besondere Rolle. Wege sollen frisch angelegt, Informationstafeln und Bänke aufgestellt werden. „Der Park soll im Rahmen der zahlreichen Radwegekonzepte, etwa zur Milde-Biese-Aland-Tour und zum Knotenpunkt 74, genutzt werden. Es soll ein Haltepunkt mit Lehrinhalt entstehen.“ Von einem Leader-Projekt ist dabei nicht mehr die Rede. Zudem scheiterte in diesem Jahr ein Antrag beim ALFF über die Dorferneuerung/Dorfentwicklung an einer fehlenden Umweltstellungnahme. „Sofern der Antrag 2022 bewilligt wird, könnte die Maßnahme 2022/23 umgesetzt werden. Die Kosten sind auf 70 000 Euro geschätzt, die Förderung beträgt 90 Prozent.

In Büste leben dieser Tage an die 300 Menschen. „Wie lange der Gedanke zur Sanierung des Parks bereits in der Ortschaft gereift ist, kann ich nicht sagen. Ich habe 2019 über Gespräche im Ortschaftsrat davon erfahren. Danach haben wir nach Fördermöglichkeiten gesucht“, skizziert Schwarz. Die Investitionssumme ist nicht übermäßig, will aber erst einmal aufgebracht sein. Der Park ist nicht besonders groß, niemand dürfte sich dort verlaufen. Und doch könnte ein Ende des Dornröschenschlafs schon aus geschichtlichen Gründen lohnen. Welche Rolle das Hindenburg-Denkmal, vermutlich in den späten 1920er-Jahren errichtet, spielen kann und soll, muss sich zeigen. Der große Stein mit Inschrift erinnert an Paul von Hindenburg, einen Reichspräsidenten der Weimarer Republik. In seinem Lebenslauf spiegeln sich bekanntlich allerhand deutsche Auf- und Umbrüche wider.

„Ich glaube, wenn uns die Umsetzung gelingt, dann entsteht hier für die Bevölkerung, aber auch für Gäste ein schönes Kleinod der Erholung und Bildung.“ Schwarz wird nicht müde, auf die touristischen Möglichkeiten der insgesamt 20 Ortschaften der Einheitsgemeinde hinzuweisen. Gerade der Fahrradtourismus erscheint ihr lohnenswert, wenn denn die Strukturen dafür weiter ausgebaut würden. Vom Rad ist es nicht weit zum Freizeitsport allgemein, vom Park in Büste nicht weit zum Sportplatz, der ebenfalls schon bessere Tage gesehen haben dürfte. Auch Büstes Bürgermeisterin Hackler-Altrock weiß das sehr wohl. Aus den Augen verloren sei das extra Projekt nicht. Nicht zuletzt Fußball und Tischtennis sollen dort bessere Bedingungen erhalten. Die Ortschefin spricht gegenüber der AZ zudem von einem möglichen Radparcours und einem Becken für Wassertreten nach Kneipp.

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