„Bild wird immer vollkommener“

Bismarker Stadträte besichtigen fast fertige Turnhalle in Schinne

Die Stadträte stehen in der neuen Schinner Turnhalle.
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Barfuß oder mit Schuhüberzug besichtigen die Bismarker Stadträte die neue Schinner Turnhalle noch vor der offiziellen Übergabe. Bauamtsleiter Erik Dähne (r.) erläutert viele Details.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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„Es laufen noch ein paar Abnahmen, aber bis auf ein paar Restarbeiten ist sie abgeschlossen“, informiert Bauamtsleiter Erik Dähne die Stadträte bei der Führung durch die fast fertige Turnhalle an der Grundschule Schinne.

Schinne - Nach über einem Jahr Bauzeit will die Einheitsgemeinde den baldigen Abschluss des lang ersehnten Projektes auch gebührlich feiern. „Unter Corona-Bedingungen, aber trotz allem im kleinen feierlichen Rahmen“, beschreibt es Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU). Wie bereits berichtet, soll die offizielle Übergabe mit der Schule am 10. Juli um 14 Uhr vollzogen werden.

Die bunten, sich kreuzenden Linien sollen für alle sportlichen Nutzer etwas sein.

Dähne nahm sich die Zeit, um einige Details zu erläutern, angefangen bei dem Vorraum mit den Umkleiden. Dabei auch ein Novum: Die Trainerumkleiden tragen Schilder mit Gendersternchen. „Das haben wir vorsorglich gemacht, damit uns später keiner in die sprichwörtliche Suppe spuckt“, erklärte der Bauamtsleiter. Die übrigen Umkleiden tragen zwar nur Nummern, doch in einer wurde ein Pissoir angebracht.

In der tatsächlichen Sporthalle angekommen, lenkte Dähne die Blicke zunächst zum Boden und dann zur Decke. „Die vielen bunten Linien sollen für alle Sportler was sein.“ Schließlich sollen nicht nur die Grundschüler von nebenan, sondern auch die Sportvereine aus der Umgebung die neue Sportstätte nutzen können. Die Metallstreben an der Decke seien durchlöchert, um den Schall abzufangen. Ebenfalls dem Schallschutz dienlich seien die nachgebenden Seitenwände.

Ein Novum: gendergerechte Beschilderung.

Auch viel neue Elektronik steckt in dem Bau. Die Sprossenwand kann elektronisch heruntergelassen werden. Es gibt Notfalllichter und eine Zentrale für die Beleuchtung. „Mit einem Schlüssel geht alles aus“, beschreibt Dähne das System, mit dem der Letzte nicht für das Licht in der hintersten Ecke extra laufen muss. „Eine Solaranlage erhitzt das Wasser und die Heizung.“ Eine Brandschutztür führt von der Halle auf den Schulhof.

„Das Bild wird immer vollkommener. Wir sind auf der Zielgeraden“, fasst der Bauamtsleiter zusammen. Trotz Corona könnten sie stolz darauf sein, obwohl es am Schluss ein paar Probleme gab. Inzwischen koste Bauholz mehr als das Doppelte, wenn nicht gar das Dreifache. „Von der Schule habe ich mir sagen lassen, dass die Kinder alle hibbelig sind.“ Die Halle werde zwar erst eine Woche vor den Sommerferien übergeben, aber die Viertklässler könnten diese eine Woche zumindest nutzen. „Ich freue mich über das Ergebnis.“

Die Tore sind festgeschraubt, können aber mit einem speziellen Wagen auch im Lagerraum verstaut werden.

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