Der klare Schnitt ohne Bauhof

Bismark setzt auf zwei große Stützpunkte und will investieren

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Sie haben im Auftrag der Stadt in dieser Woche in Garlipp Weiden beschnitten und Wege gesäubert.

Bismark – Einen klassischen Bauhof soll es in der Einheitsgemeinde Bismark auch weiterhin nicht geben. „Wir haben uns von dieser Idee endgültig verabschiedet“, sagt Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU). Es läuft vieles auf den Aufbau zweier Stützpunkte hinaus.

Der erste Standort scheint auf dem Gelände der Stadtverwaltung in Bismark bereits mehr oder weniger vorhanden, der zweite Standort wird in Kläden nahe der Feuerwehr neu entwickelt, unter anderem entstehen Sanitäranlagen. Im Sommer oder Frühherbst sollen die Pläne umgesetzt werden. Gut 50 000 Euro sind erst einmal dafür vorgesehen.

Der sogenannte grüne Bereich in einer kommunalen Familie kann sich schnell zu einem Politikum entwickeln. Werden öffentliche Grünanlagen nicht wie erwartet gepflegt oder fühlt sich eine Ortschaft unzureichend bedacht, ist Ärger programmiert. „Der grüne Bereich funktioniert, die Orte können sich sehen lassen. Aber natürlich können und müssen wir noch besser und effektiver arbeiten“, räumt Schwarz auf Nachfrage der AZ ein. „Einheimische legen zu Recht Wert auf gepflegte Straßen und Anlagen, Besucher behalten in Erinnerung, was sie vor Ort sehen. Die Visitenkarte muss stimmen.“

Darin wisse sie sich mit den Bürgermeistern der 20 Ortschaften einig, das hätten die Gespräche zum Haushalt für dieses Jahr noch einmal gezeigt. Das Stützpunktsystem sei für eine große Flächengemeinde besser geeignet. Ein ausreichendes Maß an Zentralisierung und Lenkung werde auch damit erreicht. Ein Bauhof im klassischen Sinne müsste auch gleich anders finanziert und steuerlich geführt werden, sagt die CDU-Frau, ohne in diesem Moment weiter ins Detail zu gehen. Die Stützpunkte in Bismark und Kläden seien mit Blick auf die Landkarte bewusst und gut ausgewählt. „Es wird funktionieren.“

Was wo genau aufbewahrt und gelagert wird, muss sich noch zeigen. Üblicherweise geht es um Material, Gerätschaften und Fahrzeuge für Grünpflege, Straßenerhaltung und -reinigung sowie Winterdienst und andere gemeindliche Aufgaben. Selbstredend, unterstreicht die Bürgermeisterin, können und sollen auch zukünftig nicht alle Gemeindearbeit stets und ständig von einer zentralen Stelle aus arbeiten. „Es geht aber darum, unsere Geräte und Ressourcen klüger und gezielter einzusetzen.“ In der Vergangenheit muss es auch Kritik gegeben haben. Schwarz dazu noch: „Es bleibt eine große Aufgabe.“

VON MARCO HERTZFELD  

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