Teilnehmer sehen wenig schönen Ort für junge Menschen

Bismark: Senioren beim Generationen-Spaziergang in der Überzahl

Zwei der Tandems kommen an der Kirche im Zentrum Bismarks vorbei.
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Mit der anderen Generation endlich einmal ins Gespräch kommen: Darum geht es vornehmlich beim ersten Termin des Dialogformats „Generationen im Gespräch“ in Bismark.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Der Altersdurchschnitt beim Generationen-Spaziergang in Bismark war am Montag nicht gerade ausgeglichen: Von etwa 20 Teilnehmern gehörten nur vier der angedachten Altersgruppe 16 bis 24 an.

Bismark - Neben ein paar Erwachsenen im mittleren Alter fanden sich vor allem Senioren zu dem Treffen auf dem Marktplatz ein. Ganz so war es wohl nicht von den Organisatoren angedacht.

In offenen Gesprächen zwischen den Teilnehmern sollten sie sich kennenlernen, Probleme ansprechen und Lösungsansätze finden. Um die Veranstaltung ins Rollen zu bringen, schlug Anleiter Jan Quetting eine Stellungnahme zu verschiedenen Thesen vor. Dabei sollten sich die Teilnehmer entweder links oder rechts an aufgestellten Fahnen hinstellen, um zu zeigen, ob sie dafür oder dagegen waren.

Die ein oder andere überraschende Verteilung kam dabei zustande. So fühlten sich nur drei Teilnehmer von der jeweils anderen Generation unverstanden. Meinungen mit Symbolcharakter brachten die letzten beiden Thesen hervor: Die gesamte Gruppe fand, dass Bismark kein schöner Ort zum Leben für junge Menschen ist. Fast alle stimmten hingegen dafür, dass die Stadt ein guter Ort zum Altwerden ist. Wie ein älterer Teilnehmer erklärte: „Es ist alles da.“ Es sei genügend ärztliche Versorgung vorhanden, was für so eine kleine Stadt ganz gut sei. Die Jüngeren empfinden Bismark als eine Stadt für jene, die die Ruhe lieben.

Im Tandem aus Jung und Alt geht es auf einen Spaziergang durch die Stadt. Die Teilnehmer stellen sich dabei gegenseitig Fragen und sprechen Probleme an.

Im darauffolgenden Spaziergang durch die Stadt Bismark kamen die Teilnehmer im Tandem ins Gespräch, konnten sich umsehen und sich gegenseitig vorbereitete Fragen stellen. Im weiteren Verlauf des Nachmittags sollten erste Ideen für Verbesserungen gesammelt werden. Auch wie diese umgesetzt werden könnten, wollten die Anleiter mit den Teilnehmern erarbeiten.

Die Einheitsgemeinde Bismark entschied sich, an dem Dialogprojekt „Generationen im Gespräch“, das vom Bund unterstützt wird, teilzunehmen, um die Verständigung zwischen und die Angebote für verschiedene Generationen aus Bismark und Umgebung zu verbessern. Hintergrund dazu sind auch mehrere Vorfälle mit Jugendlichen (AZ berichtete).

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