Erneute Schließung der Schulen im Landkreis Stendal

Bismark: Schulleiterin sorgt sich um Abschlussprüfungen

Das Hauptgebäude der Bismarker Sekundarschule.
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Wie alle anderen Schulen im Landkreis Stendal muss auch die Sekundarschule Bismark am Montag wieder schließen. Schulleiterin Birgit Smirnow sorgt sich um die Prüfungen der Abschlussklassen.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
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„Wenn das länger so bleibt, könnte es ein Problem mit den Prüfungen werden“, erklärt Birgit Smirnow, Leiterin der Sekundarschule in Bismark. Das ständige Hin und Her in den Schulen wegen der Corona-Pandemie verunsichere die Zehntklässler an ihrer Schule.

Bismark - Erst am Donnerstagabend entschied recht kurzfristig das Magdeburger Bildungsministerium, dass die Schulen im Landkreis Stendal ab Montag erneut schließen müssen. Damit ist für alle Schüler Distanzunterricht angesagt. Ausnahmen gibt es nur für die Notbetreuung der unter 12-Jährigen und die Abschlussklassen.

„Ich sehe das mit zwei Herzen in der Brust“, berichtet Smirnow, „Mit einem will ich lieber die Kinder hier in der Schule lernen sehen. Mit dem anderen sehe ich auch die Notwendigkeit der Schließung bei den hohen Inzidenzwerten im Landkreis.“ Präsenzunterricht könnten sie sich bei diesen Zahlen einfach nicht leisten, obwohl die plötzliche Änderung für alle beteiligten Schüler und Familien schwierig sei.

„Gerade die zehnte Klasse schiebt Panik, weil sie Sorge haben, dass die Prüfungen nicht so gut laufen werden.“ Gott sei Dank gebe es für sie Präsenzunterricht, sodass die Vorbereitungen auf die Prüfungen stattfinden können. Laut Smirnow ist es in der Bismarker Sekundarschule bereits in zwei Wochen soweit. Die erste Prüfung findet am 27. April statt. Nicht viel Zeit, um sich an die Umstellung zu gewöhnen.

„Auch die Eltern sind frustriert, weil die Kinder schon wieder aus dem Alltag gerissen werden“, sagt die Schulleiterin. Auf der Schul-Webseite wird immer genau erklärt, was gerade Sache ist und wie der Unterricht aktuell organisiert wird. Demnach sind die Neuntklässler des Hauptschulbildungsganges ab kommenden Montag auch weiter im Präsenzunterricht. Die zehnten Klassen bereiten sich im Wechselmodus von Präsenz- und Distanzunterricht in zwei Lerngruppen auf die Prüfungen vor.

„Der Wechselunterricht ist inzwischen die ideale Form für uns“, berichtet Smirnow. In kleinen Gruppen könne intensiv der Lernstoff aufgearbeitet werden. „Im Distanzunterricht funktioniert das nicht so gut. Da fällt die individuelle Förderung weg.“

Mit Blick in die Zukunft sagt Smirnow: „Ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht. Wenn wir länger unter der Inzidenz von 200 sind, können wir mit dem entscheidenden Stichtag am Donnerstag vielleicht wieder eine Öffnung am Montag bekommen.“

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