Gastronomie

Bismark: Neuer Radweg könnte Sommerloch dämpfen

Die übrig gebliebenen Betonteile der Kleinbahnstrecke vor dem Kolk-Gelände in Bismark.
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Der Radweg auf der ehemaligen Kleinbahnstrecke führt ab 2023 auch am Bismarker Kolk vorbei und könnte Radtouristen in die Stadt locken.

„Es ist sowieso sehr ausgeprägt, dass Motorrad- und Radfahrer mehr Nebenstraßen fahren, um Land und Leute zu sehen“, erzählt Jörn Teuber der AZ. Sein Restaurant „Weißer Schwan“ in Bismark werde besonders im Sommer gerne von solchen Kunden besucht.

Bismark - Der für 2023 geplante Radweg auf der ehemaligen Kleinbahnstrecke zwischen Hohenwulsch und Kalbe könnte die Zahl noch erhöhen. Falls dem so wäre, zieht der Gastronom auch einen Ausbau in Betracht. „Das wird nicht von Nachteil sein.“

Allgemein führt Teuber 30 bis 40 Prozent seines Sommerumsatzes auf Rad- und Motorradfahrer zurück. Nach dem, was er von seinen Kunden hört, fahren diese lieber Landwege anstatt die Hauptverbindungsadern, die Landesstraßen durch Bismark, zu nutzen. „Der kann beim Sommerloch dazu beitragen, dem entgegenzuwirken“, sagt der Inhaber über den zukünftigen Radweg, der von Hohenwulsch aus auch an Bismark und den Ortschaften Berkau und Kremkau vorbeiführen wird.

Gastronom Jörn Teuber und Petra Kügler überlegen, auszubauen, falls die Zahl der Radtouristen wirklich zunimmt.

Falls die Kunden auf Drahteseln aufgrund der neuen Piste zunehmen würden, würde sich Teuber überlegen, sein Restaurant anzupassen und Angebote zu stellen. Er zieht einen richtigen Radstellplatz und vielleicht eine Ladestation für E-Räder in Erwägung. „Es wäre auch von Vorteil, die Räder anzuschließen oder welche ausleihen zu können“, überlegt er schon wegen anderer Angebote, die es in der Stadt geben könnte.

Bereits im vergangenen Sommer nahmen die Kunden mit Fahrrad oder Motorrad zu, weil viele Menschen im Inland Urlaub machten. „Viele sind nicht verreist, es war immer gut besucht“, berichtet Teubers Lebensgefährtin Petra Kügler. Vor 20 Jahren fuhr die Kleinbahn zwischen Hohenwulsch und Kalbe das letzte Mal. Der langjährige Wunsch nach einem Radweg auf der verschmähten Bahnstrecke soll nun in Erfüllung gehen.

Die AZ spricht mit Menschen, die vom Radtourismus beeinflusst werden, sollte dieser in der Einheitsgemeinde zunehmen.

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