Eisbahn

Bismark: Naturbad Kolk blüht 2021 frisch auf

Vereinsvorsitz Andreas Cosmar zeigt einen alten Zeitungsartikel zum zugefrorenen Kolk. Hinter ihm ist der Teich zu sehen.
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Vereinsvorsitz Andreas Cosmar zeigt einen alten Zeitungsartikel zum zugefrorenen Kolk. Dieser sei Vorlage für den Teich am Bismarker Pflegeheim hinter ihm gewesen.

„Dieses und letztes Jahr war so ein bisschen ein Wiedererwachen“, berichtet Andreas Cosmar noch vor dem Jahreswechsel vom Kolk. Mit Sicht auf die nun zehnjährige Geschichte des Vereins „Freunde des Bismarker Kolks“ zieht der Vereinsvorsitzende mit der AZ Bilanz und wagt einen Ausblick.

Bismark - Der Aufwärtstrend, resultierend aus den Corona-Beschränkungen und mehr Menschen, die vor Ort Urlaub machten, erinnert den Vorsitzenden an Erzählungen von älteren Bismarker Anwohnern: „Früher war es so: An schönen Sommertagen kamen 1000 Leute auf das Kolk-Gelände.“ Das Badegewässer sei das Erholungsgebiet von Bismark gewesen, als noch nicht jeder einen eigenen Pool hatte und der Garten oft voll bewirtschaftet wurde.

Großartig Anekdoten hat Cosmar nicht aus dem Vereinleben zu erzählen, aber von einer Errungenschaft berichtet er: Das ehemalige Pumpenhäuschen auf dem Kolk-Gelände wurde zum Vereinsheim umgebaut. Die Asbestplatten mussten heruntergerissen und das Gebäude frostgeschützt gestaltet werden. Mithilfe von Geldern der Einheitsgemeinde konnte das Vereinsheim eingerichtet werden. Nun lagern dort Sachen für festliche Veranstaltungen.

„Was wir immer wieder wollen ist, was Schönes zu schaffen“, erklärt Cosmar. Besonders etwas, was den Kindern gefällt. Mit Fördergeldern konnten ein neuer Kiosk, ein moderneres Kassenhäuschen und die Caravan-Stellplätze geschaffen werden. Zuletzt habe der Verein einen Brief mit eigenen Wünschen an die Stadt verfasst. Er bringt sich bei neuen Kolk-Projekten auch immer als Co-Finanzierer mit ein.

Derzeit sind Tretboote und eine Handseilfähre mal mehr, mal weniger im Gespräch. Aber beide haben laut Cosmar dasselbe Problem: Jemand müsste da sein, um aufzupassen. Jemand, der nicht zugleich Bademeister ist. Deshalb werde sich auch nach einem Gemeindearbeiter umgesehen, der im Sommer Bademeister sein könnte. Ein anderes Diskussionsthema ist eine mögliche Eisbahn an oder auf dem Kolk. Cosmar sieht wie Ortschefin Ruth Rothe (Linke) keine Chance, dass der Kolk wie 2006/2007 zufriert und ein Eisfest gefeiert werden kann. Die Skaterbahn umzufunktionieren komme nur mit der entsprechenden Technik, Geld und Erfahrung in Frage (AZ berichtete).

Vor zehn Jahren, als die Verwaltungseinheiten Kläden und Bismark zusammengelegt wurden, ging das Gerücht herum, dass das Gelände um die ehemalige Lehmgrube geschlossen werden sollte. Er denke, dass dieses „zum Teil auch gestreut gewesen“ sei, berichtet Cosmar. Er schlug die Gründung eines Vereins vor. „Es ist immer gut, einen Förderverein zu haben.“ Er war ein „Pol für die Förderung des Kolks“, denn so sei es auch möglich gewesen, unbürokratisch Spenden zu sammeln. Auch sei es von Vorteil gewesen, dass die damalige Bürgermeisterin, Verena Schlüsselburg, Vorsitzende der bisherigen Leader-Gruppe war und die Kolk-Freunde so einen direkten Draht zur Förderung hatten.

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