Ihre Badesaison braucht Anlauf

Bismark und Möllenbeck starten nach Landessignal in Corona-Saison

Schwimmmeister Volker Gille erledigt auf dem Kolk-Gelände letzte Arbeiten vor dem Saisonstart am Sonnabend. Über die genaue Uhrzeit will die Stadt noch informieren. Die Vorfreude bei Badefreunden dürfte groß sein.
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Schwimmmeister Volker Gille erledigt auf dem Kolk-Gelände letzte Arbeiten vor dem Saisonstart am Sonnabend. Über die genaue Uhrzeit will die Stadt noch informieren. Die Vorfreude bei Badefreunden dürfte groß sein.

Bismark / Möllenbeck – Die Badesaison in Sachsen-Anhalt ist eröffnet, seit genau einer Woche dürfen sowohl Frei- als auch Hallenbäder im Coronajahr wieder öffnen. Für einige Kommunen dann doch unerwartet rasch.

Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) hat offenbar mit einem leicht späteren Zeitpunkt gerechnet.

Für alle Badefreunde ihrer Einheitsgemeinde hat sie bei einer Ausschusssitzung am Dienstagabend verkünden können: Das Freibad am Kolk in Bismark und das Waldbad in Möllenbeck öffnen am Sonnabend das Tor. Wenn denn nichts mehr dazwischenkommt und das Gesundheitsamt alles genehmigt und mitspielt.

In normalen Jahren starten die Freizeitstätten irgendwann Mitte Mai in die Saison. Durch das Virus wird 2020 einiges anders sein. Abstands- und Hygieneregeln gelten. Das Konzept für das Badegewässer Kolk stehe, berichtete die Bürgermeisterin. Für beide Einrichtungen gilt: „Es wird erst einmal keine Beschränkungen von den Besucherzahlen her geben.“ Das heißt: Die Stadt lässt genau hinschauen. Eine konkrete Zahl, wie viele Menschen sich zeitgleich auf dem Gelände aufhalten dürfen, gibt es vorerst nicht. Mit einem größeren Besucherstrom als üblich rechnet man im Rathaus demnach nicht.

Um die 10 000 Gäste werden jährlich jeweils für Bismark und Möllenbeck gezählt. Für eine ländliche Gegend mit eher überschaubarer Bevölkerung eine ordentliche Zahl. Beide Einrichtungen gelten als beliebt und sind fester Bestandteil des Freizeitangebotes in der Einheitsgemeinde. Erst Mitte Mai hatte Stadtoberhaupt Schwarz gegenüber der AZ betont, wie wichtig schon eine einigermaßen vernünftige Badesaison daheim im Krisenjahr wäre. Inwieweit Familien doch noch wie geplant in den Urlaub fahren können und wollen, muss sich zeigen. Übergeordnete politische Stellen haben weitere Lockerungen angekündigt.

Der Kolk wäre wohl schon Mitte Mai startklar gewesen, mehr oder weniger. Möllenbeck sollte wegen der Bauarbeiten eh später loslegen können. Die Stadt investiert im Dobberkauer Ortsteil eine gute viertel Million Euro, mehr als die Hälfte davon ist Fördergeld (die AZ berichtete). Nicht zuletzt ist das große Becken erneuert worden. Weil Fachfirmen nun landesweit wieder besonders gefragt seien, könne ein Unternehmen zum Finale erst am Donnerstag anrücken. Das Wasser wird eingelassen, Proben sollen genommen werden, wenn die Anlage komplett läuft. Schwarz setzt darauf, das alles glattgeht.

Saniertes Becken, neu gestalteter Eingangsbereich, dazu ein Pavillon – in Möllenbeck hat sich einiges getan. Das Freibad Kolk sei sowieso gut aufgestellt. Nun müsse nur noch das Wetter halten, die Meteorologen zeichnen für das Wochenende bislang ein eher durchwachsenes Bild. Die gute Laune will sich Schwarz davon nicht verderben lassen. Eines müsse sie aber noch vorab wissen lassen: Die Spielzeugausleihe in Möllenbeck bleibt geschlossen und auch die Sprunginsel auf dem Kolk ist tabu. „Das kriegen wir nicht kontrolliert“, meinte sie im Bauausschuss am Dienstagabend.

VON MARCO HERTZFELD

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