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Polizei: Liste mit Verdächtigen zum JFZ-Fall übergeben

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Der Eingang zum Jugendtreff mit aufs Dach geworfenen Fensterläden und Gitter.
Es gibt neue Entwicklungen um den Fall von Vandalismus auf dem Gelände des Bismarker Jugendtreffs. Eine Liste von Jugendlichen wurde an den zuständigen Ermittler weitergereicht. © Maik Bock

Es gibt neue Entwicklungen zum Vandalismus am Bismarker Kinder- und Jugendfreizeitzentrum (JFZ). So viel kann Polizeisprecher Dirk Marscheider der AZ auf Anfrage berichten.

Bismark - Nach Rücksprache mit seinen Kollegen gibt es konkretere Neuigkeiten: Eine Liste mit Namen sei am Mittwoch von den Bismarker Polizeibeamten an den zuständigen Ermittler in Osterburg übergeben worden. Marscheider sieht Potenzial, den Fall zeitnah aufzuklären.

Die Randale kurz vor Weihnachten auf dem Gelände des Bismarker JFZ hatten in der Stadt für Empörung gesorgt. Basketballkörbe wurden aus ihrer Verankerung gerissen, Fensterläden und ein Fußabtretergitter aufs Dach geworfen sowie Müll verteilt. Ähnlich wie die Beteiligten sieht auch die Polizei Jugendliche und junge Erwachsene hinter dem Angriff auf kommunales Eigentum. Die Liste umfasst laut Marscheider zwölf bis 15 Namen von Jugendlichen, die zwischen 15 und 18 Jahren alt sind.

„Es gibt natürlich immer Jugendliche, die sich profilieren“, spricht Marscheider aus eigener Erfahrung. So würden die Jugendlichen gern untereinander angeben, mit welchen Sachbeschädigungen sie durchkämen. Aber ebenso gebe es auch immer jemanden, der das ausquatscht. Zumindest gibt es nun eine Liste von Jugendlichen, die in Frage kommen. „Das ist schon einmal schön.“ So könne die Sache aufgeklärt werden, ist der Polizeisprecher überzeugt.

„Einige Jugendliche werden sich wundern, dass sie Post nach Hause kriegen“, spricht Marscheider die nächsten Schritte an. Nun ginge es darum, Zeugen zu finden oder zu haben. Schließlich müssten es nicht unbedingt Jugendliche sein, die sich oft auf dem JFZ-Gelände aufhalten. Bei den folgenden Befragungen könnte es laut Marscheider jemanden geben, der vielleicht zugebe: „Ich war da, ich war das aber nicht. Der war das und der.“ Wie es nach Feststellung der Schuldigen weitergeht, ist sich der Polizeisprecher nicht sicher. „Ich weiß nicht, ob das in Ordnung gebracht werden soll.“ Das hänge auch davon ab, ob die Täter strafmündig seien oder nicht. Je nachdem könne sich die Stadt eine Maßnahme einfallen lassen.

Nach dem Vorfall am Wochenende vor Weihnachten habe es anfangs Probleme gegeben, den Fall überhaupt offiziell aufzunehmen. Eine erste Anzeige habe es bereits am 19. Dezember gegeben. Allerdings von niemanden, der für das Gelände zuständig ist. „Der Strafantrag musste von der Stadt kommen“, erklärt Marscheider. Die Beamten hätten rumtelefonieren müssen, um jemanden dafür zu finden. Schließlich brachte die Einheitsgemeinde Bismark als Besitzer des JFZ-Geländes Anfang Januar den Fall zur Anzeige.

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