Übernahme wird garantiert

Bismark: Laura-Loreen Latus lernt milchwirtschaftliche Laborantin

Laborantin Lisa Hemstedt (r. ) erklärt Laura-Loreen Latus, wie die ermittelten Labor-Ergebnisse digital erfasst und verarbeitet werden. Latus ist Auszubildende im ersten Lehrjahr und hat viel Spaß an der Tätigkeit.
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Laborantin Lisa Hemstedt (r. ) erklärt Laura-Loreen Latus, wie die ermittelten Labor-Ergebnisse digital erfasst und verarbeitet werden. Latus ist Auszubildende im ersten Lehrjahr und hat viel Spaß an der Tätigkeit.

Bismark – Milch, Sahne, Käse, Joghurt, Quark, Milchpulve: Wenn man nicht gerade Veganer oder laktoseintolerant ist, dann begegnen einem diese Produkte so gut wie jeden Tag in irgendeiner Form auf dem Teller oder als Getränk.

Weit vorher beschäftigt sich Laura-Loreen Latus mit ihnen. Sie ist Auszubildende zur milchwirtschaftlicher Laborantin bei der Altmark-Käserei Uelzena in Bismark.

Jetzt aber mal Butter bei die Fische, was hat denn ein milchwirtschaftlicher Laborant dabei zu tun? Wenn es um Lebensmittel geht, dann muss alles genau überprüft werden und hygienisch, sauber und ohne Keime sein. Und genau da kommt die Ausbildung als milchwirtschaftlicher Laborant ins Spiel.

Die Altmark-Käserei Uelzena GmbH, seit 1991 in Bismark angesiedelt, bietet pro Jahr bis zu zwei Ausbildungsplätze am Standort an. Die Voraussetzungen sind dabei ganz einfach: Ein Schulabschluss – klar – und Interesse an Naturwissenschaften, Technik sowie Lebensmitteln. Denn der Beruf ist vielfältig. Das weiß auch Laura-Loreen Latus. Sie absolvierte einen Schnuppertag in der Altmark-Käserei, der letztlich zur Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz als milchwirtschaftliche Laborantin folgte. Jetzt ist sie Lehrling im ersten Jahr.

„Schon zu Schulzeiten haben mich die Naturwissenschaften begeistert. So kam ich zum Probetag zur Uelzena. Hier kann ich meine Interessen weiterverfolgen und habe auch noch Spaß dabei“, so die Bismarkerin. Die ersten Schritte auf das Gelände der Käserei waren dabei nahezu wie in eine andere Welt. Schließlich wartete bereits an der Pforte die Belehrung über Besucher- und Hygieneregeln auf dem gesamten Werksgelände. „Das ist in unserer Branche extrem wichtig“, erklärt Elisabeth Scholz, die bei der Uelzena für die Qualitätssicherung verantwortlich ist und damit das Labor leitet. Als Ausbilderin ist sie zudem für die milchwirtschaftlichen Laboranten zuständig. „Deshalb erhält jeder Besucher zu Beginn hygienische Kleidung.“

Für Latus ging der Weg direkt ins Labor, wo ihr zunächst alle Arbeitsbereiche vorgestellt wurden. „Wir haben verschiedene Arbeitsplätze, die unsere Auszubildenden nach und nach alle kennenlernen. Das reicht von der Rohwaren-Eingangskontrolle wie beispielsweise Rohmilch und Rahm die auf Hemmstoffe, pH-Wert, Sensorik sowie die Milchinhaltstoffe kontrolliert werden, bis hin zur Endproduktkontrolle und Warenfreigabe.“

Weiterhin gibt es einen Arbeitsbereich zur Butter- und Käseuntersuchung. Dort wird beispielsweise die Trockenmasse der Butter und vom Käse kontrolliert. Natürlich werden die Produkte der Käserei auch regelmäßig verkostet. Dafür gibt es extra geschultes Personal. Auch die Verkostung gehört zur Ausbildung einer milchwirtschaftlichen Laborantin.

Schon an ihrem Probetag durfte Latus erste Aufgaben selbst ausführen. „Das hat für uns den Vorteil, dass die Interessenten sich direkt mit unserer Arbeit vertraut machen können und wir dabei sehen, ob sie mit ihren motorischen Fähigkeiten für die Arbeit im Labor geeignet sind“, erklärt Elisabeth Scholz. Latus durfte erstmals Butter schmelzen, um die Trockenmasse zu bestimmen. Weiterhin hat sie Käse untersucht und letztlich die Ergebnisse digital am Computer erfasst.

„Die Technik ist auch im Labor vorangeschritten. Gerade bei uns ist es nicht so, wie im Allgemeinen oft gedacht wird, dass wir den ganzen Tag mit Reagenzgläsern und Pipetten arbeiten“, beschreibt Scholz den technischen Fortschritt. „Wir haben modernste Analysegeräte und erfassen alle Ergebnisse digital, um sie schlussendlich auch auswerten zu können.“ Der Beruf des milchwirtschaftlichen Laboranten ist somit abwechslungsreich und auch zeitgemäß.

Das gilt auch für die Rahmenbedingungen bei der Altmark-Käserei Uelzena. Den Auszubildenden winkt eine garantierte Übernahme, ein ansprechendes Ausbildungsentgelt nach Tarif sowie weitere Vergütungen. Ebenso übernimmt der Ausbildungsbetrieb die Kosten für Unterkunft und Verpflegung bei Schulblöcken sowie der überbetrieblichen Ausbildung. Beides findet in Oranienburg statt.

VON STEFAN RÜHLING

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