Schwarz verspricht Absprachen mit dem Schulamt

Klinker Grundschüler wollen Wahlrecht

Das grüne Gebäude der Grundschule Schinne.
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Klinker wollen zwischen den Grundschulen Schinne und Börgitz wählen können. Auch für Möringer und Uenglinger Schüler wird ein Wahlrecht gewünscht.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
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Nicht alle Mitglieder des Bismarker Stadtrats waren zufrieden mit der ihnen vorgelegten Version der neuen Satzung zur Festsetzung der Grundschulbezirke in der Einheitsgemeinde. Unter anderem wurde vorgebracht, dass auch die Familien aus dem Badinger Ortsteil Klinke die Wahl zwischen der Börgitzer Grundschule, die den Stendaler Bezirken zugeordnet ist, und der Schinner haben wollen.

Bismark - Der Landkreis Stendal erarbeitet derzeit die Schulentwicklungsplanung 2022. Dafür wurde die Einheitsgemeinde darum gebeten, die eigenen Grundschulbezirke in einer Satzung festzulegen. Die neue Zuteilung der Grundschüler zeigt keine Änderung zu zuvor, wo es keine Satzung gegeben hatte. Weiterhin dürfen die Schüler aus den Ortschaften Garlipp und Schäplitz selbst wählen, ob sie in die Grundschule in Bismark oder jene in Schinne gehen. Außerdem sind die Deetzer und Käthener Grundschüler der Grundschule Börgitz zugeordnet.

Laut Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Bismark, stehe sie derzeit vor einer engen Abstimmung mit dem Stendaler Schulamt. Die Bestätigung der Grundschulbezirke durch den Stadtrat bedeute eine Arbeitsgrundlage für weitere Verhandlungen. „Wenn die Klinker Grundschüler innerhalb von 30 Minuten nach Börgitz kommen können, lässt sich das mit Stendal verhandeln.“ Vermutlich müssten in diesem Fall die Eltern selbst ihre Kinder zur Schule fahren. Sie sei froh, wenn das Wahlrecht für Garlipp und Schäplitz weiter durchgesetzt werde.

Wie der Ortsbürgermeister von Schäplitz, Bernhard Langels, erklärte, teilten sich die Kinder aus der Ortschaft etwa je zur Hälfte auf die beiden Bismarker Grundschulen auf. Ralf Berlin (FDP), Schinner Ortsbürgermeister, wunderte sich über die aktuelle Zuweisung für Klinke: „Für Deetz und Käthen gab es diese Ausnahme schon in den 1990ern. Es gilt doch immer „kurze Beine, kurze Wege“. Keine Ahnung, warum das nicht in Klinke so ist.“ Dennoch denke er, dass der Stendaler Kreistag bei einem solchen Vorschlag nicht meckern werde, da er normalerweise die Vorlage übernehme.

Uenglingen und Möringen sollen Grundschule Schinne wählen können

Stadtrat Theodor Aue wollte wissen, ob es nicht auch für die Stendaler Ortschaften Möringen und Uenglingen eine Wahl für die Schinner Grundschule geben könnte. Dem pflichtete Berlin bei: „Der Schinner Ortschaftsrat hat der Satzung nur zugestimmt, wenn die beiden Ortschaften auch wählen dürfen. Es ist ein Geben und ein Nehmen! Stendal beruft sich auf die Gebietsreform und schließt lieber eine ländliche Schule, um teuer eine neue Stadtschule zu bauen.“

Schwarz betonte, dass für diese Entscheidung die Einheitsgemeinde nicht zuständig sei. „Dafür müsste Stendal sich entscheiden.“ Bei der Abwägung sei auch ein Kostenvergleich nötig, da dies mehr Schüler und damit auch einen höheren Raumbedarf für die Planung darstelle. Sie hoffe auf eine Endentscheidung im Mai.

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