Neues Gerätehaus, Fahrzeuge und Löschbrunnen

Bismark investiert in Brandschutz der A 14

Das graue, alte Gerätehaus von Schinne.
+
Das Schinner Gerätehaus hat eine Schönheitskur nötig. Allein für den Neubau plant die Einheitsgemeinde in den kommenden Jahren über 900 000 Euro ein.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
    schließen

Bereits im Juni 2020 berichtete die AZ davon, dass Bismark längst nicht auf die neue Altmark-Autobahn, deren Bau dieser Tage immer weiter voranschreitet, vorbereitet ist. Angesichts der Haushaltsplanung 2021 will die Einheitsgemeinde diese Defizite nun wohl angehen.

Bismark - Etwa 587 500 Euro sind allein im diesjährigen Haushalt für den Brandschutz veranschlagt. Für die folgenden drei Jahre sind insgesamt bereits 1,8 Million Euro eingeplant.

Inzwischen sind an der zukünftigen Abfahrt Stendal-Mitte zwischen Uenglingen und Schernikau die ersten Markierungen zu sehen. Auch gebaggert wurde schon. Dadurch, dass die Autobahn an der Gemeindegrenze zur Stadt Stendal liegt, kommt auch Bismark einige Verantwortung für den Brandschutz an der A 14 zu. Zuständig für etwaige Einsätze wird wohl vor allem die Schernikauer Ortsfeuerwehr sein. Aber auch die Kameraden aus Schinne und Belkau sollten sich bereit halten.

Fast 1 Million Euro für neues Gerätehaus in Schinne

Es gibt einiges, was auf Vordermann gebracht werden muss, bevor der Brandschutz im Bismarker Abschnitt sichergestellt ist. Allen voran braucht es neue Fahrzeuge und ein neues Gerätehaus für Schinne. Allein für Letzteres sind für die kommenden Jahre über 900 000 Euro in den Bismarker Haushalt eingeplant. Wie bereits berichtet, ist das Schinner Gerätehaus etwa 60 Jahre alt und hat eine Erneuerung dringend nötig. Laut dem Haushalt 2021 soll das Gebäude ab 2023 neu gebaut werden.

Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, erklärte im Stadtrat, dass sie sich mit dem Ortschaftsrat zusammensetzen wolle, um einen passenden Standort für den Neubau zu finden. „Wir haben dazu schon getagt, schließlich gab es den Anlauf schon vor 20 Jahren. Damals wie heute wollen wir das neue Haus am alten Standort. Er liegt zentral“, berichtete Schinnes Ortsbürgermeister Ralf Berlin (FDP). Außerdem passe es gut mit dem Straßennamen „Am Spritzenhaus“.

Drei neue Löschfahrzeuge in der Einheitsgemeinde Bismark

Ein weiterer Grund für den Neubau ist das neue Löschfahrzeug für Schinne, das im bisherigen Gerätehaus nicht genug Platz fände. Der Antrag auf Fördermittel für 2022 für den Wagen sei bereits vom Land bestätigt worden, wie Henschel mitteilte. Falls bis zur Anschaffung das neue Gerätehaus noch nicht fertig sei, solle das Fahrzeug in Bismark untergestellt werden. Berlin kritisierte, dass dies nicht abgesprochen worden sei. „Mit dem „Unterstellen“ haben wir schon schlechte Erfahrungen aus der Vorwendezeit.“ Hendrik Bauermeister pflichtete ihm bei: „Auch dass Belkau ein neues Fahrzeug bekommt, hätte im Vorfeld abgesprochen werden müssen.“ Er habe von dem Wagen erst aus der Presse erfahren. Neben den zwei geförderten Fahrzeugen schafft die Einheitsgemeinde nach drei gescheiterten Anträgen auch noch ein Löschgruppenfahrzeug 20 für die Stadt Bismark mit eigenen Mitteln an. Dieses kostet etwa 380 000 Euro. „Es muss nicht voll ausgestattet gekauft werden, weil wir noch vieles haben“, erläuterte Henschel.

Zusätzlich sind im Haushalt vier Löschbrunnen für je 30 000 Euro für die kommenden Jahre eingeplant. Anträge auf Fördermittel für die Standorte Kläden, Steinfeld und Schernikau sollen dafür gestellt werden. Auch Entnahmestellen in den Wäldern will die Einheitsgemeinde einrichten.

Dass Bismark so viel Verantwortung für den A-14-Brandschutz übernehmen soll, stieß in den Fachausschüssen auf Unverständnis. Ein Mitglied hinterfragte, ob der Landkreis geprüft hätte, ob die Einheitsgemeinde eine Zusatzinvestition machen müsse. Wie Hauptamtsleiter Marco Henschel erklärte, seien die Bismarker Ortsfeuerwehren bis zur Abfahrt bei Osterburg für die Hilfeleistung zuständig. „Uenglingen ist dafür nicht prädestiniert. Sonst wäre Stendal dran, aber sie werden sich nicht darum reißen, weil sie mit dem Stadtverkehr nicht schneller als wir sind.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare