Jugendtreff teurer als noch 2021

Höherer JFZ-Zuschuss wirft Fragen auf

Das Gebäude des JFZ. Ein paar Kinder spielen davor.
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Die Kosten für das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum in Bismark steigen auf 33789 Euro in 2022. Der Bismarker Ortschaftsrat hatte dazu einige Fragen, die Hauptamtsleiter Marco Henschel versuchte, zu beantworten.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Einige Fragen rund um den Zuschuss für das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum (JFZ) in Bismark für das Jahr 2022 gab es in der gemeinsamen Sitzung des Sozial- und des Bauausschusses zu diskutieren.

Bismark - Der Bismarker Ortschaftsrat, der die Einheitsgemeinde mit zehn Prozent Kostenübernahme unterstützt, hatte angesichts der Erhöhung der Kosten von 29 590 Euro für 2021 auf 33 789 Euro für 2022 einen Fragenkatalog zusammengestellt.

Wie Hauptamtsleiter Marco Henschel gleich zu Beginn der Diskussion betonte, seien die Sachkosten im kommenden Jahr niedriger, während die Personalkosten aufgrund der Einstellung der neuen Leiterin, die langjährige Erfahrung mitbringe, sich erhöhten. Der Ortschaftsrat hinterfragte die im vom Träger Internationaler Bund (IB) berechneten Finanzierungsplan veranschlagten Telefonkosten von 1300 Euro. Auch Henschel konnte sich diese nicht erklären, merkte jedoch an, dass es ein Festnetztelefon sowie ein Handy im JFZ gebe. „Das werden wir hinterfragen, ob es nicht einen günstigeren Tarif gibt.“

Als berechtigt empfand Annemarie Theil die Frage des Ortschaftsrats, warum der IB Einnahmen in 2022 nicht berücksichtigte. Früher hatte es Veranstaltungen und Trödelmärkte im und rund um das JFZ gegeben, die etwas Geld in die Kassen spülten. „Warum haben sie das gleich ausgeschlossen?“

Warum nötige Versicherungen über den IB statt über die Stadt laufen, konnte der Hauptamtsleiter auch nicht erklären. Ein paar der Fragen konnte Henschel aber direkt beantworten. So erklärte er, dass die elektrischen Anlagen sowohl vom Träger, als auch der Einheitsgemeinde kontrolliert würden. Die Kosten für Lebensmittel von 500 Euro empfinde er als nicht so hoch wie die Ortsvertreter. Zudem gebe es nun neue Projekte rund um gesunde Ernährung im JFZ. „41,60 Euro im Monat ist ja nichts“, stimmte ihm Bauausschussvorsitzender Norman Maciej zu. Er berechnete auch die Zuschüsse auf die einzelnen Monate: „Bei 2800 Euro im Monat könnten wir als Einheitsgemeinde so ein Angebot nicht machen.“

Es gab auch eine erfreuliche Nachricht: Für das Jahr 2020 bekommt die Einheitsgemeinde 3816 Euro erstattet, die nicht an den Landkreis, der den Erhalt des JFZ mit 20 760 Euro unterstützt, zurückgezahlt werden müssen. Die Ersparnisse ergäben sich aus den langen Schließzeiten und einer wochenlangen Krankschreibung des damaligen Leiters, wie Henschel erläuterte. Schließlich sprachen sich alle Anwesenden dafür aus, die Jugendarbeit weiter zu erhalten und zu fördern. Die endgültige Entscheidung über den Zuschuss obliegt dem Stadtrat. Dort sollen noch offene Fragen geklärt werden.

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