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Bismark: Netzanbieter verwirrt Stadträte

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Von: Lisa Maria Krause

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Ein Werbeplakat an der Hauptverkehrsader in Kläden. Im Hintergrund fährt ein Auto vorbei.
Plakate wie dieses in Kläden hängen auch noch immer in Bismark, Meßdorf und Schinne. Die Kampagne ist längst vorbei, aber selbst die Einheitsgemeinde weiß nicht genau, wie es nun weitergeht. © Lisa Maria Krause

So richtig scheint niemand in der Einheitsgemeinde Bismark zu wissen, was denn nun mit der Kundengewinnung für den Glasfaserausbau mit DNS:NET in den vier größten Ortschaften ist.

Bismark - Im Stadtrat sprachen Mitglieder verwirrende Briefe an und Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, teilte mit, dass der Kontakt zu dem Netzanbieter schwierig sei.

In Briefen werde der Eindruck vermittelt, dass da Bewegung drin sei und die ersten Verträge würden verschickt, hieß es. Dabei ging es bisher nur um die Kundenakquise. 50 Prozent der anzuschließenden Haushalte müssen Vorverträge mit dem Anbieter abschließen, damit sich der Bau überhaupt lohnt. Bis Ende Februar lief die letzte Kampagne.

„Es kommt so an, als wäre es schon erledigt“, kritisierte Vorsitzender Andreas Cosmar (FWB) im Stadtrat, „als müssten nicht noch Klinken geputzt werden.“ Das entspricht anscheinend nicht der Wahrheit. Auch René Zieher (FWB) wunderte sich über Post, die ein Bekannter von ihm, der in Bismark wohnt, erhalten habe.

Darin soll bereits ein Baubeginn verkündet worden sein. Der Start wurde demnach für die 14. Kalenderwoche, also diese Woche, angekündigt. Schwarz bat darum, ihr diesen Brief weiterzuleiten.

Sie beschrieb, wie die Verwaltung derzeit keine konkrete Auskunft von dem Netzanbieter kriege. Es ist nicht klar, was da los ist, aber Schwarz bekräftigte, dass die Einheitsgemeinde nochmals eine Werbekampagne in den Ortschaften Bismark, Kläden, Meßdorf und Schinne starten will. Dazu müsse aber erst geklärt werden, was der Anbieter plant und was gemacht werden könnte.

Die Verwaltung sucht weiter das Gespräch. Eine Anfrage der AZ bei DNS:NET läuft derzeit. Zuvor hatte Claudia Burkhardt, Pressesprecherin der Firma, im Januar der AZ zwar keine festen Zahlen mitteilen können, aber zumindest so viel: „Bislang ist das Interesse gut und die Kampagne liegt im Zeitplan.“ Besonders gute Quoten hatte zu diesem Zeitpunkt Kläden.

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