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Bismarker Weihnachts-Tanne bereitet Ortschaftsrat Sorgen

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Von: Maik Bock

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Die schiefe Tanne vor der Bismarker Stadtkirche.
Wie gesund ist die Tanne an der Bismarker Stadtkirche noch? Ein Gutachten soll Klarheit bringen. © Maik Bock

Sie ist gleich neben der Bismarker Stadtkirche ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, die Tanne, die jetzt in der Vorweihnachtszeit auch als Weihnachtsbaum fungiert und für eine Freude in den Herzen der Menschen bei ihrem Anblick sorgt. Doch die Tanne bereitet dem Bismarker Ortschaftsrat Sorgen, erklärt Ortsbürgermeisterin Ruth Rothe (Linke) mit Blick auf den derzeitigen Zustand des Baumes.

Bismark - Die Frage stellt sich, wie die Zukunft der Tanne aussieht. Denn der mächtige Baum an der Breiten Straße neigt sich seit einigen Jahren immer mehr in Richtung Stadtkirche. Die Ortsvertreter möchten den Baum gerne begutachten lassen, denn Fällen soll die letzte Möglichkeit bleiben, um die Gefahrenabwehr sicher zustellen.

In neun Tagen ist Weihnachten und die Lichterkette im Weihnachtsbaum leuchtet noch nicht, denn die muss erst noch ans Stromnetz angeschlossen werden. Bald soll es aber soweit sein. „Das werden wir in Angriff nehmen“, erklärt Rothe der AZ. Wie schon in den vergangenen Jahren mit Unterstützung der örtlichen Elektro-Firmen und der Ortsfeuerwehr soll die Lichterkette überprüft werden. Dazu wurde immer die Drehleiter der Feuerwehr genutzt. Doch das ist das geringste Problem, denn die Zukunft der Tanne steht auf dem Spiel, weshalb auch diese dabei überprüft werden soll.

Die Tanne trocknet langsam aus, die letzten Jahre ohne den notwendigen Regen haben ihr sehr zugesetzt. Die zwei Bügermeisterinnen haben sich auch schon über das weitere Vorgehen verständigt, doch die Tanne steht auf Kirchenland und zählt zu einem Wahrzeichen der Stadt, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Der Baum solle unbedingt erhalten werden, wenn es sein Gesundheitszustand hergibt, und eine Fällung nur in Betracht kommen, um die Sicherheit unter dem Baum zu gewährleisten.

Einige Ortschaftsräte hatten da auch ein Déjà-vu zur Bismaker Eiche auf dem Marktplatz, die vor einigen Jahren ein Opfer der Kettensäge geworden ist. Als die Eichen dann auf dem Marktplatz lag, war zu sehen, dass der Baum doch nicht so krank war, wie eigentlich angenommen.

Der Weihnachtsbau auf dem Bismarker Marktplatz.
Der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz nebenan steht seit anderthalb Wochen. © Lina Wüstenberg

Dort wurde auch vorletztes Wochenende erneut ein Weihnachtsbaum von der freiwilligen Feuerwehr von Bismark aufgestellt. Die Brandschützer arbeiteten dabei wie die Jahre zuvor mit einer örtlichen Baufirma zusammen, die für den Aufbau ein Fahrzeug und einen Kran stellt. „Um für ein klein wenig weihnachtliche Stimmung zu sorgen“, erläutert Rothe und erinnert so an den erneut ausgefallenen Weihnachtmarkt auf dem Bismarker Marktplatz.

Die Tanne an der Kirche ist schwer geschädigt und die Beteiligten können nur nach einer gemeinsamen Lösung suchen. Die Lichterkette soll, wenn alles klappt, noch vor Weihnachten leuchten, so der Wunsch des Ortschaftsrates. Im kommenden Jahr soll die Tanne an der Stadtkirche mit einer erneuerten Lichterkette wieder zum Weihnachtsbaum werden, lautet der einhellige Wunsch. Vor allem für die Innenstadt ist das etwas Besonderes, falls der Baum nicht doch als Gefahrenabwehr ein Opfer der Kettensäge wird und gefällt werden muss. Noch einen Sommer ohne reichlich Wasser könnte die Tanne nicht mehr aushalten.

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