Drei Großprojekte im Blick

Bismark für Radverkehrförderung ausgezeichnet

Der Radweg beginnt neben dem Ortsausgangsschild von Bismark Richtung Hohenwulsch.
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Der Radweg zwischen Bismark und Hohenwulsch wurde zu etwa 90 Prozent gefördert. Auf der Wunschliste der Einheitsgemeindebürgermeisterin steht die Weiterführung des Weges auf der ehemaligen Bahnstrecke.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
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Die Einheitsgemeinde Bismark erhielt kürzlich eine Auszeichnung für das „herausragende Engagement zur Förderung des Radverkehrs“ von Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr. Annegret Schwarz (CDU) war alles andere als vorgewarnt. „Die Auszeichnung kam überraschend ohne Vorankündigung und freut mich natürlich riesig“, bekräftigt die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde dennoch.

Bismark - Es zeige ihr, dass im Land die Bemühungen Bismarks für die Entwicklung des ländlichen Raumes und insbesondere im Ausbau des Radverkehrs wahrgenommen würden. „Die Auszeichnung gebe ich an meinen Stadtrat – ohne ihre Entscheidungen wäre der Bau von Radwegen nicht möglich – und an meine Mitarbeiter im Amt und den weiteren Akteuren weiter.“

Dabei kann sich das Land Sachsen-Anhalt damit auch selbst auf die Schulter klopfen. Ein großer Teil des inzwischen umgesetzten und noch geplanten Radwegenetzes im Raum Bismark wird durch das Land über verschiedene Programme gefördert. So wurde der Radweg zwischen Bismark und Hohenwulsch mit 819 000 Euro etwa 90 Prozent der Gesamtkosten über den Europäischen Fond für regionale Entwicklung finanziert (AZ berichtete).

Stolz auf den Bau der Bismarker Radwege zeigt sich die Bürgermeisterin allemal. Es sei „unser Beitrag zum Klimaschutz und entspricht somit einem Teil des Klimaschutzprogrammes 2030 des Bundes.“

Danach gefragt, ob sie bisher mit den Entwicklungen des Radverkehrs in ihrer Gemeinde zufrieden ist, sagt Schwarz: „Wer zufrieden ist, macht nicht weiter und es gibt noch viele Baustellen und Wünsche im Rahmen des Ausbaus von Radwegen.“ Es sei in den vergangenen Jahren einiges geschafft worden und trotzdem seien noch viele Wünsche offen.

Und eben drei solcher Wünsche kann die Bürgermeisterin gleich nennen: die Weiterführung des Radweges von Bismark nach Kalbe auf dem alten Bahndamm, die Anbindung zwischen Kläden und Bismark über Garlipp sowie die Anbindung von Büste an den ländlichen Weg nach Mehrin.

Auch im Rahmen des ländlichen Wegebaus könne vieles umgesetzt werden. So berichtet Schwarz, dass derzeit ein Antrag für einen Multifunktionsweg zwischen Garlipp und Könnigde laufe. „Beim Bau von Radwegen muss berücksichtigt werden, dass es sich um eine freiwillige Aufgabe handelt und die Einheitsgemeinde sich den Bau finanziell leisten können muss.“

Obwohl der Abbau der alten Bahnstrecke Richtung Kalbe wie berichtet weiter voranschreitet, ist noch nicht klar, wie genau der gewünschte Radweg der beiden Gemeindestädte finanziert wird. Im Rahmen des Klimaschutzes durch Radverkehr haben der Bund und die Länder viele Förderprogramme aufgebaut. „In Kooperation mit der Stadt Kalbe prüfen wir gegenwärtig die Anwendbarkeit“, erklärt Schwarz. Auch der im Juni 2020 eingeweihte Radweg zwischen Bismark und Hohenwulsch verläuft auf dieser ehemaligen Kleinbahnschiene.

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