Renteneintritte

Stadt Bismark sucht händeringend nach Erziehern

Erzieher in der Kita
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Die Einheitsgemeinde Bismark sucht händeringend nach staatlich anerkannten Erziehern für ihre Kindertageseinrichtungen. Aus Personalmangel wird aber keine Tagesstätte geschlossen, betont Marco Henschel.

Dass die Einheitsgemeinde Bismark zu wenig Erzieher hat, ist inzwischen bekannt. Wie dringend es aber mehr braucht, wird mit der kürzlich veröffentlichten Stellenausschreibung deutlich: „Zum nächstmöglichen Termin“ sucht die Verwaltung Unterstützung für die zwölf Kindertageseinrichtungen in den 20 Ortschaften. 

Bismark - Die Einheitsgemeinde suche aber vornehmlich aufgrund von Renteneintritten nach neuem Personal, wie Marco Henschel, Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes, betont wissen will.

Coronabedingt sei die Personalsituation in den Kindertagesstätten demnach nicht, erklärt Henschel der AZ. Die Nachricht, dass Einrichtungen möglicherweise aus Personalmangel im Zusammenhang mit Corona schließen müssen, kam zuletzt unter anderem aus der Stadt Stendal. Grund sind dort Personalausfälle, weil Angestellte in Quarantäne müssten, selbst erkrankt seien oder kranke Kinder zu pflegen hätten (AZ berichtete). Eine solche Lage sieht Henschel in der Einheitsgemeinde Bismark nicht: „Wir müssen grundsätzlich nicht über Schließungen nachdenken.“ Zumindest nicht aus Personalmangel, wie der Hauptamtsleiter erklärt.

Wieder Trubel in „Villa Kunterbunt“

Die Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in Hohenwulsch hatte im November wegen Corona schließen müssen. Wie geplant und im Stadtrat angekündigt, konnte sie aber zum 30. November wieder die Türen öffnen. Das Personal wurde in der Zeit nicht umverteilt auf andere Einrichtungen der Einheitsgemeinde (AZ berichtete).

Mit Einsendeschluss bis zum 20. Dezember sollen nun neue Erzieher für Bismark gefunden werden. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung als staatlich anerkannter Erzieher, wie in einer Pressemitteilung erläutert wird. Dafür wirbt die Einheitsgemeinde mit 30 Arbeitsstunden in der Woche, die flexibel eingeteilt werden können. Das allerdings „im Rahmen der Öffnungszeit der Tageseinrichtung“. Die Stellen sind unbefristet.

Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, hatte im Stadtrat Ende November deutlich gemacht, wie düster die derzeitige Situation aussieht. Sie bräuchten nichts schönreden, erklärte sie.

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