1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Bismark

Bismark: Smiley-Anzeiger wird nicht lächeln

Erstellt:

Von: Lisa Maria Krause

Kommentare

Ein Geschwindigkeitsanzeiger mit traurigem Smiley. Im Hintergrund fährt ein Lkw.
Drei solcher Geschwindigkeitsanzeiger mit Gesicht wünscht sich die SPD-Fraktion für Bismark. Der Bauausschuss ist gegen eine solche Lösung, die Verkehrssicherheit soll aber wieder mehr in den Fokus rücken. © imago stock&people

Den Rasern mit einem Smiley entgegenwirken? Das stellt sich zumindest die SPD-Fraktion der Einheitsgemeinde für die Ortschaft Bismark vor.

Bismark - Ihr Antrag fand im Bauausschuss am Montagabend keinen Anklang. Dafür kam aufgrund dieses Antrages das Thema Verkehrssicherheit in der Stadt erneut auf den Tisch. Die Verwaltung will sich nun intensiver mit möglichen Gefahrenstellen und Gegenmaßnahmen befassen.

Die SPD-Fraktion wollte erreichen, dass 6500 Euro für Geschwindigkeitsanzeiger mit Smileys und jährlich 10 000 Euro für ein längerfristiges Verkehrskonzept in den Haushalt aufgenommen werden. Die Geschwindigkeitsanzeiger sollten an drei Stellen in der Stadt aufgestellt werden: Am Ortseingang an der Holzhausener Straße – wo auch Andreas Cosmar (FWB), Vorsitzender des Stadtrates, schon seit Langem ein Tempo-30-Schild erwirken will – an der Breiten Straße gegenüber dem Bürgerhaus sowie an der Bahnhofstraße auf Höhe der ehemaligen katholischen Kirche.

Einbahnstraßen, wie die Wilhelm-Lüdecke-Straße nun eine ist, seien die eine Sache für die Verkehrssicherheit, erklärte Annemarie Theil (SPD) den Antrag. Der Wunsch nach einem langfristigen Konzept gehe auf die Elterninitiative „Sichere Schulwege“ zurück. „Wir müssen gucken, wenn die A 14 dann mal fertig ist, dass wir die Verkehrssicherheit gewährleisten.“

Man könne im Falle der Smileys geteilter Meinung sein, aber damit würden sich Verkehrsteilnehmer disziplinierter verhalten. „Wir sehen da Bedarfe, auch gegenüber vom Markt. Es hält sich doch niemand an die 30 dort“, sagte Theil zu der Stelle an der Breiten Straße.

Ein Transporter fährt rechts an der Verkehrsinsel vorbei.
Einer der Smileys soll nach Willen der Fraktion an der Verkehrsinsel an der Bahnhofsstraße stehen. Auch das Fahrverhalten an den Inseln wurde im Gremium diskutiert. © Lina Wüstenberg

Abgesehen von Kraftfahrern, die innerorts schneller unterwegs sind, als sie dürften, sei Theil auf noch etwas aufmerksam gemacht worden: Gerade größere Fahrzeuge würden an den Verkehrsinseln links vorbeifahren. „Die donnern dran vorbei.“ Das konnten andere Ausschussmitglieder bestätigen. Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde zeigte sich skeptisch gegenüber dem Smiley-Vorschlag.

„Ich halte davon nichts“, betonte sie. Schwarz kenne es aus persönlicher Erfahrung auch, dass Autofahrer damit testen würden, „wie ihr Tacho funktioniert“. Andere Anwesende bezweifelten zudem, wie rentabel die Anzeiger wären, da nicht nur die Aufstellung, sondern auch der Strom und die Wartungen bezahlt werden müssten.

Es müsste auch das Straßenverkehrsamt gefragt werden, ob die Einheitsgemeinde solche Geräte aufstellen dürfte, merkte Vorsitzender Norman Maciej (FWB) noch an. Auf Vorschlag von Schwarz wurde beschlossen, dass rechtlich geprüft wird, was die Gemeinde tun darf.

Außerdem solle mit den Fachausschüssen, dem Ortschaftsrat und der Polizei geschaut werden, wie der Verkehrsfluss sicher gestaltet werden kann. In diesem Zusammenhang kündigte die Bürgermeisterin an, dass wieder Gespräche aufgenommen werden sollen für eine Ortsumfahrung gemeinsam mit dem Umbau der Käserei Uelzena an der Wartenberger Chaussee.

Auch interessant

Kommentare