Diakonieverein Bismark hat noch vier freie Stellen für Bundesfreiwilligendienst und FSJ / „Es ist eine gute Chance“

Den Berufsalltag im Pflegeheim erleben

Julia Reinert (l.) beendet ihren Bundesfreiwilligendienst Ende April nach acht Monaten. Ihre Kollegin Jessica Koppold (r.) bleibt als FSJler noch bis Ende Juli. Der Diakonieverein kann noch vier Stellen besetzen, ab September sogar alle sechs. Foto: Lange

Bismark. „Ich wollte schon immer Altenpflegerin werden. “ Jessica Koppold war sich ihrer Berufswahl schon sehr früh und sehr schnell sicher.

Doch da Erfahrungen in vier Praktika mit jeweils zwei Wochen noch nicht ausreichen, um sich wirklich dafür zu entscheiden, absolviert die 19-Jährige seit 1. August 2011 ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bismarker Altenpflegeheim „Neue Heimat“. Bis Ende Juli bleibt sie noch dort, dann möchte die Späningerin eine schulische Ausbildung anschließen.

Doch das FSJ ist nicht die einzige Möglichkeit, um in der Altenpflege erste Berufsluft zu schnuppern. Koppolds Kollegin Julia Reinert ist durch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) in die Neue Heimat gekommen, wie der Vorsitzende des Diakonie-Vereins und Heimleiter Andreas Cosmar gestern berichtete. Die 24-Jährige wird ihre Anstellung allerdings schon vor den eingeplanten zwölf Monaten beenden. Sie hat einen neuen Job gefunden, wie sie selbst erklärt. Wo, das möchte sie aber nicht verraten. Auch Cosmar selbst weiß noch nicht, wohin Reinerts Weg nach acht Monaten im Team der Neuen Heimat führen wird. Eines scheint aber sicher. Auch sie wird wohl in absehbarer Zeit eine Ausbildung zur Altenpflegerin beginnen. „Ich habe vorher immer schon überlegt und jetzt möchte ich sicher Altenpflegerin werden“, so Reinert. Zwei Ausbildungen hat die Bismarkerin bereits abgeschlossen und vorher auch schon mit Menschen mit Behinderung gearbeitet. Der Bundesfreiwilligendienst sei aber eine große Hilfe gewesen, um zu sehen, wie der Berufsalltag in einem Pflegeheim aussieht.

Darauf zielt das bundesweite Konzept auch ab, welches in Ersatz des weggefallenen Zivildienstes am 1. Juli 2011 eingeführt worden war, erklärt der Heimleiter. Sechs Stellen sind dafür beim Diakonieverein in Bismark vorgesehen, drei FSJ und drei BFD. Bismark wäre auch die Einsatzstelle der Freiwilligen. Träger ist die Diakonie Mitteldeutschland. „Der Bundesfreiwilligendienst soll der Um- und Neuorientierung dienen“, so Cosmar, deshalb sei auch dem Alter keine Begrenzung gesetzt. Außer das Mindestalter: 16 Jahre. „Es ist eine gute Chance.“ Da geben auch die beiden freiwilligen jungen Damen dem Heimleiter Recht. Vier Stellen sind momentan beim Diakonie-Verein noch frei, auf die sich Interessierte bewerben können. Ab September sind sogar alle sechs Freiwilligen-Plätze wieder zu besetzen.

„Wir sind eine soziale Einrichtung der freien Wohlfahrtspflege und bieten die Mithilfe in zwei vollstationären Einrichtungen mit insgesamt 101 Bewohnerplätzen an“, wirbt Cosmar für neue Bewerber, die immer willkommen sind. „Wir bieten den Freiwilligen eine Mitarbeit in einem dynamischen Team, eine intensive Betreuung durch unsere Fachkräfte und eine gute Möglichkeit, viel über sich selber und den Umgang mit anderen zu lernen.

Interessenten können ab sofort direkt im Bismarker Altenpflegeheim „Neue Heimat“ an der Holzhausener Straße ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen abgeben.

Von Bianca Lange

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