Mit Regenschirm vor der Sonne geschützt / Störche werden bald erwartet

Schneemann schlägt Tauwetter ein Schnippchen

Ein aus weißen Plastiktüten gebastelter Schneemann steht vor einem Haus. Neben ihm an der Wand hängt eine Liste, auf der die Ankunft von Störchen festgehalten wid.
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Aus Plastik und mit Regenschutz kann dieser Schneemann in Belkau trotz Tauwetter noch etwas länger verweilen.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
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Während der Schnee in der gesamten Region schmilzt, trotzt ein einzelner Schneemann standhaft der Sonne. Er schummelt aber auch ein wenig. Neben seinem hilfreichen Regenschirm besteht er nämlich aus Plastik und Stroh.

Belkau – Diesem Schneemann kann das Tauwetter wohl nichts anhaben. Gut geschützt steht er unter einem alten Regenschirm an einer Häusermauer in Belkau. Aber bei genauerem Hinsehen hat er noch andere Tricks in der Tasche.

Die AZ wurde neugierig und klingelte. Nicht lange und Brigitte Vohse steht mit ihrem Hund vor der Tür und berichtet erzählfreudig von der Entstehungsgeschichte des Schneemanns. Ihr Ehemann Günter Vohse habe ihn angefertigt. „Aus alten, weißen Plastiktüten und innen gefüllt mit Stroh.“ Ein alter Plastikeimer kam dazu und schon war der freundliche Schneemann vor der Haustür fertig.

Mit dem alten Regenschirm, den ein Familienmitglied spendete, scheint der Schneemann auch vor dem Wetter gefeit. Er stünde schon öfter im Winter vor der Tür, wie Vohse berichtet. „Er ist natürlich auch ein besonders schöner Anblick, wenn richtig Schnee liegt, wie vor zwei Wochen“, meint sie lächelnd.

Und was hat es mit der großen Holztafel daneben auf sich? Frau Vohse zeigt hinter das Haus. Dort steht auf einem metallenen Pfahl weit oben ein Storchennest. Die Belkauer Familie verfolgt schon seit Jahren das Zugverhalten ihrer ganz eigenen Störche.

„Wir schreiben immer auf, wann sie da sind und wann sie wieder wegfliegen. Im Frühjahr kommen die Störche meistens im März oder April.“ Genistet würde jedes Jahr. „Leider müssen wir auch hin und wieder mal den Tierarzt rufen, weil sich ein Jungvogel verfängt oder dergleichen“, berichtet die Rentnerin. Sie hofft auch in diesem Jahr auf viel Storchennachwuchs.

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