Sperrungen in Meßdorf dauern länger / Leitungen erschweren Arbeiten

Beim letzten Bauabschnitt hakt es

Ein Baggerfahrer hievt weiteres Baumaterial vom Lkw. Die Arbeiter haben in Meßdorf mehr Herausforderungen zu bewältigen als angenommen. Das Projekt dauert wohl mindestens zwei Wochen länger als geplant.
+
Ein Baggerfahrer hievt weiteres Baumaterial vom Lkw. Die Arbeiter haben in Meßdorf mehr Herausforderungen zu bewältigen als angenommen. Das Projekt dauert wohl mindestens zwei Wochen länger als geplant.

Meßdorf – Die Bauarbeiten in Meßdorf dauern sehr wahrscheinlich länger als geplant und damit auch die Sperrungen und Umleitungen.

Planmäßig sollten bis 25. September alle Arbeiten an der Ortsdurchfahrt erledigt sein, so hatte es auch das Verkehrsministerium in Magdeburg verkünden lassen. Ortsbürgermeister Uwe Lenz geht mittlerweile von einem Finale zwischen dem 8. und 10.  Oktober aus. Inwieweit es dabei bleiben kann, muss sich zeigen. Land, Einheitsgemeinde Bismark und Wasserverband investieren in der Ortschaft knapp eine Million Euro. Die L  13 dient perspektivisch als wichtiger Zubringer der Autobahn  14.

Für die Verzögerungen gibt es im Wesentlichen drei Gründe. Zum einen seien bei der Regenentwässerung nicht alle Grundstücke wie angenommen angeschlossen, das müsse nun aufwendig bei dem neuen System geschehen. Unerwartete Herausforderungen hätten sich auch bei den Trinkwasserleitungen ergeben, die nun einmal zum Teil mehr als 40 Jahre alt seien. Einen größeren Handlungsbedarf als angenommen gab es zudem bei der Telekommunikation, einem Schaltschrank und Kabeln. „Das alles hat mehr Aufwand und Zeit gekostet.“ Wie sehr die zusätzliche Arbeit ins Geld geht, bleibt abzuwarten. Der symbolische erste Spatenstich in Meßdorf war am 17. Juli gesetzt worden.

Den Stab über irgendjemanden brechen, das will der Ortschef auf keinen Fall. „Die Umsetzungen der Aufgaben erfolgen sehr gut, die Zusammenarbeit mit der Firma und dem Bauleiter ist hervorragend. Ich habe in meinem Leben schon viele Baumaßnahmen miterlebt und weiß daher, dass unerwartete Dinge und Verzögerungen vorkommen können“, sagt er der AZ. Wenn die Bauarbeiten tatsächlich einige wenige Wochen länger dauern sollten, könne und müsse man damit leben. Auch wenn nicht zuletzt die Anwohner sich natürlich über ein möglichst schnelles Ende von Lärm und Dreck freuen würden.

Lenz ist in Osterburg geboren und in Meßdorf aufgewachsen. Nach dem Studium kehrte er in den Ort zurück und lebt dort schon seit einigen Jahrzehnten. Beim offiziellen Baustart Mitte Juli hatte der Diplom-Historiker auf „schönes Bauwetter“ gehofft, „nicht zu heiß und nicht zu nass“. Ganz mitgespielt hat das Wetter nicht, es gab einige sehr heiße Tage. Doch das dürfte in der Bilanz nebensächlich sein, Projektverantwortlichen sind Termine wichtig. Es geht letztendlich um rund 265 Meter. Die Fahrbahn erhält Asphalt. Gehwege und Ausfahrten werden ausgebaut, Trinkwasserleitungen und Anschlüsse erneuert.

Die Ortsdurchfahrt Meßdorf ist in den zurückliegenden Jahren abschnittsweise für mehr als zweieinhalb Millionen Euro umfassend ausgebaut worden. Mittelfristig soll auch die Ortsdurchfahrt des Meßdorfer Ortsteils Späningen saniert werden. Neben der L 13 haben die Planer nicht zuletzt auch die L 15 auf dem Zettel, so soll die Stendaler Straße in Bismark ebenfalls erneuert werden (die AZ berichtete). In der Einheitsgemeinde und im Bauamt sowie auf Landesebene sowieso läuft dieser Tage einiges auf die künftige Altmark-Autobahn (A 14) hinaus, das Straßennetz im Landkreis Stendal ändert sich stark. Bis 2025 soll die Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt fertig sein. VON MARCO HERTZFELD  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare