Heimatverein „Goldene Laus“ und Bürgermeisterin pflanzten die Lärche als Baum des Jahres am Bismarker Wahrzeichen

„So ein Baum zeigt in die Zukunft“

Ruth Rothe (l.) und Verena Schlüsselburg (r.) ließen die Europäische Lärche gestern in den Boden vor der Goldenen Laus hinab und bedeckten die Wurzeln mit Erde. Foto: Lange

Bismark. Sie braucht viel Platz zum Wachsen und den hat die Europäische Lärche bei der Goldenen Laus in Bismark gefunden.

Gestern, am Tag des Baumes, wurde der Baum des Jahres auf dem Friedhofsgelände auf einer hellen Lichtung in der Nähe des Bismarker Wahrzeichens in den Boden gesetzt.

Normalerweise wird seit einigen Jahren diese Pflanzung immer am Naturlehrpfad in Hohenwulsch vorgenommen, doch dort ist der Platz für eine Lärche nicht ausreichend, hatte der Vorsitzende des Natur- und Heimatvereins Erwin Ackermann schon im Vorfeld erklärt. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, gemeinsam mit rund 20 Besuchern gestern an der Goldenen Laus dabei zu sein. Gemeinsam ließen Einheitsgemeindebürgermeisterin Verena Schlüsselburg und Ruth Rothe, Vorsitzende des Heimatvereins „Goldene Laus“ das kleine Bäumchen in den Boden sinken und bedeckten die Wurzeln auch gleich mit Erde. „Damit wollen wir auch die Zusammenarbeit in der Einheitsgemeinde zementieren“, erklärte Schlüsselburg den Gästen.

Das kleine Nadelbäumchen sollte aber nicht versteckt auf dem Heimatvereins-Gelände eingepflanzt werden, sondern an einer prominenteren Stelle. Und da bot sich der Platz in Straßennähe schon früh an. „Jeder, der hier vorbeikommt, kann sehen, wir die Lärche wächst“, freute sich Rothe. Gemeinsam soll der neue Baum gepflegt werden. „So ein Baum zeigt in die Zukunft“ und bildet eine gute Verbindung von der Vereinsarbeit mit der Vergangenheit und eben der Zukunft. Noch gibt ein Gerüst aus Holzstützen dem jungen Baum die notwendige Standfestigkeit.

Die Europäische Lärche ist der einzige in Europa heimische Nadelbaum, der im Winter seine Nadeln verliert. Bis zu 50 Meter kann der Baum hoch werden und er braucht viel Licht und viel Platz, wenn er sowohl in die Höhe als auch ziemlich in die Breite wachsen soll. Die Lärche, die nun in Bismark optimale Standortbedingungen erfährt, kam von einem Stendaler Gärtner, der auch schon die Jahre zuvor den Baum des Jahres geliefert hatte.

Das jährliche Wachstum möchte der Goldene Laus-Verein nun genau verfolgen. Mitglied Otto Herrmann hat dafür auch schon einen Zollstock versprochen.

Von Bianca Lange

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare