Alte Polizeistation wird zur neuen Praxis

Bismarks neue Hausärzte: Anne Güttel und Stephan Dröse

Bismark. In den bisher leer stehenden Räumen der einstigen Polizeistation in Bismark kommt langsam wieder Leben. Dort werden sich künftig zwei neue Ärzte niederlassen.

Nachdem die beiden Allgemeinmedizinerinnen Angelika Fröhlich und Margrit Beier in den wohl verdienten Ruhestand gehen, werden sich ab ersten Februar die beiden Fachärzte für Innere Medizin Dr. Anne Güttel (36) und Stephan Dröse (40) um die Wehwehchen der Patienten kümmern.

Bismarks neue Ärzte: Anne Güttel (36) und Stephan Dröse (40) arbeiteten bis jetzt im Johanniter-Krankenhaus Stendal.

Seit 2007 arbeiten die beiden jungen Ärzte im Johanniter-Krankenhaus in Stendal. Die zweifache Mutter kommt ursprünglich aus Halle (Saale), wo sie auch Medizin studiert hat, wie sie gestern im Gespräch mit der AZ berichtete. Die Arbeitszeiten und die Dienstbelastung im Krankenhaus haben sie über eine berufliche Veränderung nachdenken lassen, aber konkrete Pläne hatte sie keine, erklärt sie. Erst als ihr Arbeitskollege Stephan Dröse – er kommt aus dem Raum Brandenburg und hat in Berlin Medizin studiert und in Stendal als Oberarzt für Gastroenterologie gearbeitet – sie gefragt hat, ob sie nicht Interesse hätte mit ihm gemeinsam eine Praxis in Bismark zu eröffnen, ließ sie sich auf das Angebot ein. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sie zusagt“, gestand er und freut sich, dass sie nun gemeinsam die Praxis leiten werden.

Momentan herrscht in der ehemaligen Polizeistation Umzugschaos. Die erste Medizintechnik ist schon in den Räumen untergebracht, aber bis zum ersten Februar ist noch einiges zu tun. „Am Donnerstag herrscht bei uns ‘Notfallbetrieb’, da bis dahin noch nicht alles eingespielt ist. Und es kann auch sein, dass wir bis dahin noch nicht telefonisch erreichbar sind“, warnt Stephan Dröse schon mal vor. Am Montag, 5. Februar, soll dann alles seinen gewohnten Lauf nehmen.

Die beiden Internisten freuen sich auf ihre Patienten und ihre Tätigkeit als niedergelassene Hausärzte. Bei ihrer Arbeit unterstützt werden sie von sechs Schwestern, zwei davon kommen ganz neu ins Team und die vier anderen werden aus der Praxis von Angelika Fröhlich und Margrit Beier übernommen. Auch Hausbesuche sollen weiterhin getätigt werden.

Momentan steht noch kein Praxisschild an der Eingangstür, aber die neuen Öffnungszeiten stehen fest: Montags bis mittwochs ist die Praxis immer von 8 bis 13 Uhr geöffnet, donnerstags von 13 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr. Das seien allerdings die vorläufigen Öffnungszeiten, die sie je nach „Patientenansturm“ entsprechend anpassen wollen. Unter der Telefonnummer (03 90 89) 98 98 08 sind die neuen Ärzte für ihre Patienten erreichbar. Vorausgesetzt, das Telefon funktioniert.

Von Marilena Berlan

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