Ortschefin setzt auf Ersatz des Vogels und Initiative für das Denkmal / Engagement der Bürger gefragt

Adler am Boden: Beschädigter Greif in Bismark endgültig aufgegeben

Der Adler ist ziemlich flügellahm. Von der rechten Extremität fehlt ein Teil. Ein großes Loch klafft zudem am Bauch. Ein neuer Greif für das Denkmal soll her. Hand und Fuß auf dem Foto gehören übrigens der Ortsbürgermeisterin.
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Der Adler ist ziemlich flügellahm. Von der rechten Extremität fehlt ein Teil. Ein großes Loch klafft zudem am Bauch. Ein neuer Greif für das Denkmal soll her. Hand und Fuß auf dem Foto gehören übrigens der Ortsbürgermeisterin.

Bismark – Dieser Adler scheint verloren. „Ich kann es nicht anders sagen. Das Teil ist aus leichtem Guss, da lässt sich nichts mehr kleben oder anders reparieren. Wir brauchen einen neuen Adler“, sagt Ruth Rothe der AZ.

Diese Erkenntnis sei nach weiterer Begutachtung gereift. Anfang Juni hieß es noch, der Adler könnte womöglich erneuert werden und auf das sogenannte Kriegerdenkmal vor der Stadtkirche zurückkehren. Pustekuchen. „Es wird nicht einfacher. “.

Rothe ist Vorsitzende des Heimatvereins und Linken-Ortsbürgermeisterin. Über den Ortschaftsrat und sie soll zumindest eine Initiative zur Sanierung des Denkmals angeschoben werden. Am liebsten wäre es ihr, wenn ein Bürger oder eine Gruppe die Federführung übernähme, bei der Suche nach möglichen Geldquellen könnte ja die Kommunalpolitik helfen. Auch die Kirche müsste ins Boot, das Denkmal steht auf ihrem Grundstück.

Das Denkmal stammt aus dem Jahre 1885 und erinnert an Kriegstote. Der Zahn der Zeit hat nicht zuletzt an den Inschriften genagt, vieles ist nur noch schwer zu entziffern. Der metallene Adler soll bei einem Sturm im Jahre 1972 in Wanken geraten und abgestürzt sein. Der Greif lagert momentan recht lädiert im Keller des Bürgerhauses gleich nebenan (die AZ berichtete). „Von dort kommt er wohl nicht mehr groß raus“, vermutet Rothe.  tz

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