Vier Praktikanten helfen alle zwei Wochen den Lehrern an der Bismarker Grundschule

Acht Hände unterstützen fleißig

Caroline Timme, Julia Schwellnus, Matthias Jachmann und Julia Kautge sind seit Februar Praktikanten an der Grundschule. Vom Piratenschiff haben sie zur Pausenaufsicht einen guten Blick. Foto: Lange

Bismark. „Wir greifen den Lehrern hier unter die Arme. “ Seit Februar bekommt die Grunschule Bismark regelmäßig Unterstützung von vier Praktikanten.

Immer mittwochs, alle zwei Wochen, stehen die drei Mädchen und ein Junge den Klassenlehrern der Schuleingangsstufe hilfreich zur Seite. Alle Vier besuchen die neunte Klasse der Sekundarschule Bismark und haben auch schon als Grundschüler an der Wilhelm-Lüdeke-Straße die Schulbank gedrückt. Allerdings war damals das Gebäude noch nicht saniert.

Julia Kautge, Matthias Jachmann, Julia Schwellnus und Caroline Timme haben sich ganz bewusst für ein Praktikum an der Grundschule entschieden. „Ich habe hier einen guten Einblick erhalten“, berichtet Julia Kautge, während ihre Mitschüler die Aussage mit zustimmendem Nicken nur stärker unterstreichen können. Alle vier wollen später einmal im Schulbetrieb arbeiten. Immer wieder wechseln die Vier die Klassen, vergleichen ihren Rhythmus mit verschiedenen Stationen. Auch Blumen gießen im Schulgarten, Pausenaufsicht und vor dem Sportunterricht Geräte aufbauen gehören mit zu den Aufgabengebieten. Die Schüler dürfen in jeden Bereich einmal hineinschnuppern.

„Im Unterricht betreuen wir oft einzelne Schüler. Meist sind das die, die noch etwas mehr Förderung brauchen“, erklärt Caroline den Unterrichtsablauf. Denen wird der Stoff noch einmal ganz genau und ruhig erklärt. Aber auch Kinder, die schon schneller mit dem Stoff fertigwerden, erhalten zusätzliche Aufgaben, die sie dann mit Hilfe der Prakitkanten lösen können. Das gilt sowohl für den Mathe- als auch für den Deutschunterricht. „Es ist schön, dass wir Verantwortung übernehmen können“, berichtet Julia Kautge.

Doch so ganz überein stimmt die heutige Unterrichtsphilosophie mit der von damals nicht überein. „Die heutige Grundschule unterscheidet sich 100%ig von unsere Zeit hier“, erinnert sich Matthias. Alles gehe viel spielerischer über die Bühne, es werde um Unterricht nicht gehetzt, und vor allem gebe es ganz andere Möglichkeiten. Den Computerraum beispielsweise.

Uta Kannengießer betreut die vier Praktikanten an den Tagen und möchte sie auch nicht missen. „Ich finde es schön, dass die Schüler regelmäßig kommen. Kinder machen immer gerne etwas mit jungen Leuten. Und sie freuen sich immer schon darauf, wenn wieder zwei Wochen um sind“, erklärt Kannengießer. Vor allem aber könnten die jungen Leute die Schule einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Von der anderen Seite sozusagen. Es sehe schließlich alles ganz anders aus, wenn man plötzlich hinter der Klasse sitzt und zusehen kann, sagt Julia Schwellnus „Sie arbeiten eigenverantwortlich und haben schon für das Osterprojekt eigene Stationen organisiert und betreut“, erklärt auch Kannengießer das Aufgabenfeld der Praktikanten.

Dreimal dürfen die Sekundarschüler in verschiedene Berufe hineinschnuppern. Das steht so im Schulplan. „Ich wollte überall mal reinschauen und war schon im Schafstall, beim Bäcker und jetzt hier in der Schule“, erzählt Matthias.

Alle Vier wollen nach der Schule erstmal in Stendal ihr Abitur nachholen und danach eine pädagogische Laufbahn beim Studium einschlagen. Diese Entscheidung steht seit den Tagen an der Grundschule bereits fest. Das Praktikum hat die jungen Leute in ihrer Berufswahl nur noch bestärkt.

Von Bianca Lange

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