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Autobahn-Ausgleich für Landwirte in Grävenitz

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Von: Lisa Maria Krause

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Eine Karte von Grävenitz mit Linien und Punkten für die Ausgleichsmaßnahmen.
Diese Karte zeigt in Rot die auszubauenden Wege, in Grün die landschaftsgestaltenden Maßnahmen und in Blau den neuen Wassergraben in Grävenitz, die den kommenden Bau der A 14 ausgleichen sollen. © Repro, Lisa Maria Krause

Nicht nur Meßdorf und Schernikau sind von Bodenneuordnungsverfahren aufgrund der A-14-Verlängerung betroffen. Auch Grävenitz zählt dazu. Die Verfahren schließen neben Veränderungen der Eigentumsrechte von Flächen auch Ausgleichsmaßnahmen ein, die besonders Landwirte betreffen.

Grävenitz/Bismark - Der Hauptausschuss stimmte am Dienstag formell zu, dass Wege und landschaftsgestaltende Anlagen wie Gräben und straßenbegleitende Baumreihen in das Eigentum der Stadt übergehen, um diese Maßnahmen vorzubereiten.

Das Verfahren, das nach dem vornehmlich betroffenen Gebiet rund um Ballerstedt benannt ist, wurde ursprünglich bereits im März 2021 beschlossen. Grundlage dafür sind laut den Unterlagen vier Anträge von Landwirten, die vor allem die Klärung von Nutzungskonflikten fordern. Um dem entgegenzukommen, sind im Bereich der Einheitsgemeinde der Ausbau von ländlichen Wegen, das Ziehen eines Grabens sowie neue Bepflanzungen rund um Grävenitz geplant.

Erik Dähne, Leiter des Bismarker Bauamtes, erklärte im Hauptausschuss, dass Spurbahnwege wie beispielsweise von Garlipp Richtung Könnigde sowie zwischen Berkau und Poritz geplant sind. Außerdem soll ein Ausgleich ähnlich wie um Meßdorf erfolgen. „Wir werden das übernehmen und pflegen“, erläuterte er die Beschlussvorlage.

Auf Nachfrage stellte er klar: „Das müssen wir nicht bauen.“ Die Umsetzung werde zu 90 Prozent aus Förderungen finanziert, den Rest übernehme die Einheitsgemeinde, wie es auch schon in Meßdorf erfolgt sei.

Laut den Unterlagen soll der Weizenlandweg von Grävenitz sowie die Abzweigung Richtung Osten bis zum Ballerstedter Weizenlandweg mit Beton ausgebaut werden. Die Länge beträgt 1870 Meter. Denselben Plan gibt es für den Wollenrader Weg, der vom Grävenitzer Weizenlandweg Richtung Westen abzweigt.

In diesem Fall muss für den Bau ein Funkmast versetzt werden. Beide Vorhaben sollen vornehmlich landwirtschaftliche Flächen erschließen, verbinden aber auch die Ortschaften und erschließen ein Gehöft am Wollenrader Weg.

Zudem ist am nordöstlichen Rand von Grävenitz ein Seitengraben entlang des unbefestigten Weges bis zur K 1463 geplant. Dieser soll das Abfließen des Oberflächenwassers aufgrund des Nord-Süd-Gefälles besser steuern. Als ausgleichende Maßnahmen ist Verschiedenes geplant: Am unbefestigten Weg im Westen Richtung Kleiner Markgraben sowie entlang des Wollenrader Weges werden einheimische Bäume und Sträucher gepflanzt.

Sie sollen Lebensraum schaffen und das Landschaftsbild aufwerten. Außerdem sollen an beiden ländlichen Wegen Lesesteinhaufen aufgeschichtet werden. Die aus nicht länger benötigten Pflastersteinen bestehenden Haufen dienen Lurchen und Kleintieren als Lebensraum.

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