Verkehrsministerium sieht Abschnitt zwischen Büste und Meßdorf nicht als Autobahn-Zubringer

L-15-Kurvenstrecke wird nicht gerader

Eine Doppelkurve von vielen zwischen Büste und dem Meßdorfer Bahnhof.
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Kurvenreich und mit vielerlei Schildern zeigt sich der L-15-Abschnitt zwischen Büste und dem Meßdorfer Bahnhof. Trotzdem die L 13 innerhalb Meßdorfs jahrelang für die A 14 saniert wurde, ist für diese Strecke nichts geplant.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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„Beteiligte sehen das nicht so als Problem, ich aber“, berichtet Uwe Lenz, Ortsbürgermeister von Meßdorf, auf AZ-Anfrage. Gemeint ist der kurvenreiche Abschnitt der Landesstraße 15 zwischen Büste und dem Meßdorfer Bahnhof. 

Büste/Meßdorf - Die Straße selbst erscheint recht neu, doch zieht sie in engen Kurven mit verschiedensten Geschwindigkeitsbegrenzungen durch die Felder. Schutzplanken gibt es nicht, nur Hinweispfeile für besonders enge Kurven. Als Zubringer für die zukünftige Autobahn 14 wurde der daran angrenzende Abschnitt der L 13 innerhalb Meßdorfs über Jahre saniert, aber für die Kurvenstrecke ist laut dem Verkehrsministerium des Landes nichts geplant.

Lenz weiß zum Ursprung der Kurven zu berichten: „Sie ist krumm von den früheren Feuchtgebieten.“ Die Straße in ihrer derzeitigen Führung sei Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Denn früher lagen dicke Torfschichten darunter, die sich je nach Wetterlage aufblähten oder austrockneten. Der Ortsbürgermeister sieht die Kurvenstrecke als gefährlich an. „Das wird eines Tages zum Problem. Spätestens 2025 muss das zur Sprache kommen.“

Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, berichtet der AZ, dass sie fast täglich die fragliche Strecke fahre. Sie sieht allerdings andere „Baustellen“ im Bismarker Raum. Im Vergleich zu anderen Streckenabschnitten sei die Straße dort „glatt“. Zur möglichen Vermeidung einer Gefahr sagt Schwarz: „Wenn etwas geändert werden sollte, dann würde nur eine Begradigung in Frage kommen“, welche sie allerdings als Realist nicht in absehbarer Zeit sehe. Auch Eigentumsfragen sprächen dagegen. „Ein straßenbegleitender Radweg wäre für mich da bereits eine gute Alternative zur allgemeinen Verkehrssicherheit und realistischer in der Umsetzung.“

Auf Anfrage im Verkehrsministerium erhält die AZ folgende Antwort von Pressereferent Andreas Tempelhof: „Der Straßenabschnitt der L 15 von Büste bis zum Bahnhof Meßdorf ist kurvenreich, aber die Kurven sind mit Warnschildern markiert, geschwindigkeitsbegrenzt und es ist kein erhöhtes Unfallaufkommen bekannt.“ Die Bismarker Ortschaften Büste und Meßdorf hätten laut aktueller Planung keinen Bezug zur Altmark-Autobahn, weshalb auch keine bauliche Veränderung geplant sei. Anders als auf der L 13 von Meßdorf bis Osterburg oder der L 15 bei Uenglingen werde auf dem Bismarker Abschnitt aufgrund der späteren Inbetriebnahme der Autobahn von keinem zunehmenden Verkehrsaufkommen ausgegangen. Dass es sich bei dem L-15-Abschnitt um eine natürliche Verlängerung der L 13 Richtung Bismark handelt, scheint dabei keine Rolle zu spielen.

Immerhin: „Grundsätzlich ist die Erneuerung des Streckenabschnitts im langfristigen Bauprogramm enthalten.“ Wann und welche Form sei allerdings unklar. Es könne um eine Sanierung der Fahrbahndecke gehen, aber eben auch um eine Änderung der Linienführung. Letzteres würde „eine umfangreiche Planung und Baurechtschaffung erfordern“.

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