Großes Familientreffen in Abbendorf: Stammbaum-Forschung geht bis in das Jahr 1692 zurück

Zwölf Generationen Gromeier

+
Ein Treffen mit Tradition: Im Abbendorfer Landgasthaus Niemann saß der „harte Kern“ der Familie Gromeier noch lange nach dem Kaffeetrinken zusammen.

zu Abbendorf. Es heißt oft sprichwörtlich, „sie sind wie eine große Familie“. Bei der alteingesessenen altmärkischen Familie Gromeier trifft das tatsächlich zu. Zwölf Generationen der Gromeiers gibt es bis heute.

Die Stammbaum-Forschung des Jübarers Ulf Queckenstedt über die Entwicklung der Familie Gromeier reicht bis ins Jahr 1692.

Ein großes Familientreffen gab es jüngst im Abbendorfer Landgasthaus Niemann. Dort saß der „harte Kern“ der Gromeiers noch lange nach dem Kaffeetrinken zusammen und es wurde geklönt. Mehrere Meter lang ist die auf einem langen Tisch ausgebreitete Ahnentafel.

Waltraud Tornow, geborene Gromeier, zeigt ein Foto der Familie Louis Gromeier, der von 1865 bis 1945 lebte.

Die Mitorganisatorin des Treffens, Waltraut Tornow, zeigt hier neben den zahlreichen Gromeier-Ablegern auch Bauernschmuck, alte Bilder und andere Familienrelikte. Hauptinitiator der regelmäßigen Familientreffen ist jedoch Ulf Queckenstedt. Neben der Abbendorf-Diesdorfer Familie Niemann gehört auch der Wüllmersener „Sippenälteste“ Manfred Gromeier zum Stammbaum. Waltraut Tornow zeigt ein altes Schwarz-Weiß-Foto. Darauf zu sehen ist Louis Gromeier, der von 1865 bis 1945 lebte. Er wurde in Ellenberg geboren und starb in Wüllmersen. Mit auf dem Foto zu sehen ist Louis’ Frau Anna und die Kinder Otto, Fritz, Erich und Martin. Rund 60 Nachfahren von Louis Gromeier gibt es heute.

Die Linie von Louis Gromeier konnte bis 1692 zurückverfolgt werden. Unzählige Archive und Kirchenbücher hatte Familienforscher Ulf Queckenstedt in jahrelanger Arbeit durchforstet, wie die Nachkommen im Landgasthaus Niemann zu würdigen wussten. Was bei der Stammbaum-Forschung zutage trat, war nicht immer erfreulich. Das Schicksal der Bauern war seinerzeit hart: So trug es sich zu, dass Urvater Louis Gromeier ein zweites Mal heiraten musste, weil seine erste Frau beim Dreschen tödlich verunglückte. Doch auch viel Positives kam bei der spannenden Ahnenforschung ans Licht. Denn: Viele Mitglieder der Linie Gromeier sind Westaltmärker geblieben. Sie leben als Nachfahren in Langenapel, Winklelstedt, Wüllmersen, Abbendorf, Diesdorf, Ellenberg, Osterwohle, Peckensen oder Jübar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare