Umweltaktivist will weiterhin seine Rundfunkgebühren nicht bezahlen

Zwangsvollstreckung juckt Lenz nicht

Umweltaktivist Christfried Lenz will nach wie vor nicht für eine Leistung bezahlen, die er nicht nur nicht wünscht, sondern auch als schädlich ablehnt.
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Umweltaktivist Christfried Lenz will nach wie vor nicht für eine Leistung bezahlen, die er nicht nur nicht wünscht, sondern auch als schädlich ablehnt.

Apenburg-Winterfeld – Der altmärkische Querdenker Christfried Lenz gibt in seinem Kampf gegen die Rundfunkgebühren (AZ berichtete) nicht auf: Jetzt ist ihm die Zwangsvollstreckung angedroht worden. Das schreckt den Umweltaktivisten überhaupt nicht.

Er bleibt dabei: „Es ist absurd, aus der bloßen Anbietung einer Leistung eine Zahlungspflicht abzuleiten“, hat Lenz, der im Apenburg-Winterfelder Ortsteil Rittleben wohnt, dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in Leipzig mitgeteilt. Er sieht nicht ein, für eine Leistung zu bezahlen, „die ich nicht nur nicht wünsche, sondern als schädlich ablehne“.

Christfried Lenz bietet dem MDR an, an der Programmgestaltung praktisch mitzuwirken und damit die Fernsehgebühr zu verrechnen. „Vermutlich könnte ich bereichernde und vertiefende Hinweise geben, wie ich es in einigen anderen Medien seit längerem tue“, verweist Lenz als Beispiel auf das Thema „Aus der Kohle raus – ins Erdgas rein?“

Für den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio sind indes „die Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Zwangsvollstreckung“ gegeben. Vom 1. Juni 2016 bis jetzt sei ein Gesamtbetrag von 797,46 Euro offen. Wenn Lenz die Summe bezahlt, könne er Mahnmaßnahmen vermeiden.

VON ULRIKE MEINEKE

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