Tannen wollten in Rohrberg nicht richtig brennen

Zunächst Qualm statt Feuersbrunst

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Marco Kranzusch (l.) und Matthias Grothe hatten zunächst Mühe, das Feuer zu entfachen. Die feuchten Reiser wollten nicht brennen.

Rohrberg. Während am Sonnabendnachmittag vor dem Feuerwehrgerätehaus in Rohrberg gut 50 eingesammelte Weihnachtsbäume zum Verbrennen bereitlagen, stand in der Fahrzeughalle noch ein geschmückter Weihnachtsbaum, dessen Lichterkette für eine gemütliche Atmosphäre sorgte.

Dieser war nicht für das Feuer gedacht. „Er ist aus Plastik“, verriet Jugendwart Sebastian Schulz. Er war zusammen mit zehn Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr am Vormittag in Rohrberg unterwegs gewesen, um die abgelegten Bäume bei mehreren Touren einzusammeln, um sie dann am späten Nachmittag ins Feuer werfen zu können. Dieses musste jedoch erst einmal angezündet werden. Beim nasskalten Wetter am Sonnabend war das kein leichtes Unterfangen, wie Matthias Grothe und Marco Kranzusch feststellen mussten.

Die feuchten Reiser brannten schlecht. Für Minuten stieg nur beißender Qualm in die Höhe. Die beiden Feuerwehrmänner bemühten sich, trockenes Holz herbeizuholen, um das Feuer anzuschüren. Derweil drehte der Wind und so wurden all jene, die sich in der Fahrzeughalle mit Glühwein warmhielten, durch den in das Gebäude ziehenden Qualm nach draußen getrieben. Gekommen waren nicht nur Kameraden der Wehr, sondern auch Bewohner des Ortes, die von ihrem Baum Abschied nehmen wollten. Einig waren sich an Sonnabend vor allem die Frauen, dass es nun höchste Zeit war, den Weihnachtsschmuck aus der Wohnung zu verbannen. Mit dem Dreikönigstag müsse der Baum und auch die Dekoration verschwinden, waren sie sich einig.

Wie schnell dies gehen kann, zeigte sich, als das Feuer schließlich loderte. Binnen von Sekunden „verzehrten“ die Flammen die eingesammelten Bäume. Ein Schauspiel für Jung und Alt.

Von Norman Reuter

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