Europapolitiker Arne Lietz (SPD) lässt sich durchs Gesundheitszentrum führen

Ziel: Fertig im Oktober

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Bis Oktober soll im Winterfelder Gesundheitszentrum alles fertig sein. Ein Physiotherapeut ist bereits gefunden, mit potenziellen Ärzten werde noch verhandelt, so der aktuelle Stand.

Winterfeld. Bis Oktober soll das Gesundheitszentrum an der B 71 in Winterfeld fertig sein. Im rechten Gebäudeteil soll ein Physiotherapeut einziehen; für die linke Hälfte werde derzeit noch mit interessierten Ärzten verhandelt, erklärte Ratsfrau Ninett Schneider.

Sie führte unter anderem den Europa-Abgeordneten Arne Lietz (SPD) durch den Rohbau. Der Politiker aus Brüssel tourt derzeit durch Sachsen-Anhalt; nach Winterfeld war er auf Einladung des Beetzendorfer SPD-Ortsvereins gekommen.

Das Projekt in der Altmark stieß beim EU-Mann auf großes Interesse. „Ich komme selbst aus einer Ärztefamilie“, meinte Lietz. Er kenne das Problem der medizinischen Versorgung auf dem Land „rauf und runter“.

Ratsfrau Ninett Schneider führt EU-Politiker Arne Lietz (l.) und Landtagsmitglied Jürgen Barth (beide SPD) durch die Räume.

Schneider berichtete ihm, dass sich die Gemeinde angesichts von Praxisschließungen im Umkreis zum Handeln gezwungen sah. „Es war absehbar, dass immer mehr Praxen neue Besetzungen brauchen“, erklärte sie vor Ort. Die Idee eines Gesundheitszentrums auf dem Land habe es eine ganze Weile gegeben, doch scheiterte es immer wieder an der Finanzierung. Letztlich griff Schneider das „Leader“-Programm der EU auf – was Lietz gerne hörte.

Am und im Gebäude waren auch gestern Handwerker beschäftigt. Zwischendrin zückte die Winterfelderin ihr Handy und zeigte dem Politiker aus der EU-Hauptstadt die Raumpläne. An der Verfügbarkeit von schnellem Internet in der Region müsse ebenfalls noch gearbeitet werden, so ein weiteres Thema gestern. „Das ist unser größtes Problem“, sagte Ninett Schneider. Arne Lietz stimmte zu: Ärzte würden nach Internet fragen.

Von Jens Heymann

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