1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Beetzendorf-Diesdorf

Die Zeit der Veränderung

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Kaiser
Highlight des Abends: Der Einmarsch der Abiturienten. Von insgesamt 94 Prüflingen durften am Ende 82 den Erhalt ihres Reifezeugnisses feiern – und am Abend in Winterfeld mit ihren Familien darauf anstoßen.

Winterfeld - Von Conny Kaiser. Ein Kleid war schöner als das andere. Und erst die Trägerinnen! Aber auch die Jungs glänzten im Anzug. Am Freitag beim Abiball.

Veränderung? Die gibt es nicht nur für die 82 jungen Frauen und Männer, die am Freitag im Gardelegener Geschwister-Scholl-Gymnasium ihr Reifezeugnis erhalten haben. „Auch für die Eltern beginnt jetzt eine Zeit, in der sich viel verändert.“ Jetzt, da sie ihre Kinder ins Leben entlassen müssten. Doch die hätten „mit dem höchsten Schulabschluss, den es in Deutschland gibt“, alle nur erdenklichen Möglichkeiten, so Tim Dornblüth.

Er ist einer der 82 Abiturienten, für die es da am Freitagabend galt, sich selbst, aber auch ihre Eltern und ihre Lehrer zu feiern. Schließlich hätten diese die Schüler dorthin gebracht, wo sie heute seien. Sie, die genau 17 520 Stunden in der Kursstufe verbracht hätten, wie Dornblüth ausgerechnet hat. Er muss es wissen. Gehört er doch zu den beiden Jahrgangsbesten (wir berichteten) und war somit auserkoren, die Eröffnungsrede beim Abiball zu halten.

Der fand, wie bereits in den vergangenen Jahren auch, in der Festscheune des Winterfelder Hofes statt. Also knapp 30 Kilometer vom Geschwister-Scholl-Gymnasium entfernt. Doch das war an diesem Abend ohnehin ganz weit weg. Alle Last der durchaus anstrengenden Schuljahre, aller Prüfungsstress fiel in diesen Stunden von den Pennälern ab. Sie selbst hingegen fielen in wunderschöne Kleider beziehungsweise schicke Anzüge hinein. Mancher wirkte darin noch etwas fremd, andere wiederum machten bereits eine außerordentlich gute Figur. Und manche Eltern dürften sich ob des Anblicks ihres Sprösslings verwundert die Augen gerieben haben. Doch Tim Dornblüth meinte: „Die Veränderung, vor der wir jetzt stehen, ist keine urplötzliche. Es war ein langsamer, schleichender Prozess.“ Die vergangenen Jahre, so Dornblüth, „haben uns zu anderen Menschen gemacht.“ Nun gilt es, mit erworbenem Wissen und Sozialkompetenz selbst etwas zu verändern.

Auch interessant

Kommentare