„Wir bleiben am Ball“

Die Dährer Dorfjugend und viele Vereine würden vom Umbau-Projekt der Dährer Pfarrscheune profitieren. Doch in der Finanzierung für den Umbau klafft eine Lücke. Foto: Zuber

Dähre. Für den Umbau der Dährer Pfarrscheune zum regionalen Begegnungszentrum fehlen rund 50 000 Euro. Aus Sicht von Dähres Pastor Silvio Scholz könnte eine Lücke von 20 000 Euro schon leichter zu schließen sein, doch 50 000 sind auch für ihn „eine Menge Holz“. Trotzdem lässt sich der Pfarrer nicht in seinem Elan bremsen: „Wir bleiben weiter am Ball“, sagte er im Gespräch mit der Altmark-Zeitung.

Von der Gemeinde Dähre kann die Kirchengemeinde wegen der hohen Verschuldung kaum Geld erwarten. Zu Beginn der Planungen war noch eine finanzielle Beteiligung der Kommune an dem Projekt angedacht. Doch nun überlegt Silvio Scholz, ob nicht die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, die über einen recht soliden Finanzhaushalt verfügt, mit ins Boot geholt werden kann. „Wir werden nicht so schnell aufgeben, auf Sponsorensuche gehen und alle Möglichkeiten ausschöpfen“, so Scholz. Hintergrund: Viele Projekte in der aktuellen Prioritätenliste der Lokalen Arbeitsgruppe Altmark (LAG) in der Region Beetzendorf-Diesdorf wurde in den vergangenen Monaten schon abgearbeitet.

„Leader+“-Fördermittel waren für folgende Projekte beantragt: Alte Darre (Diesdorf), Vierseithof (Poppau), Winterkirche (Lagendorf) und Pfarrscheune (Dähre). Dähre stünde hinsichtlich der Priorität nun an vorderer Stelle. Das Umbauprojekt ist schlüssig: Die alte Pfarrscheune in Dähre soll als regionales Begegnungszentrum umgebaut werden. Eine mehrfache Nutzung ist dafür vorgesehen. Geplant ist, aus der Scheune neben dem Pfarrhaus ein Gemeindezentrum zur Unterstützung der kirchlichen Arbeit zu machen.

Gleichzeitig soll das Haus als Begegnungsstätte für die Region und als öffentliches Gebäude für die dörfliche Gemeinschaft dienen. Die baulichen Voraussetzungen sind vorhanden. Dach, Gebälk und Gemäuer der Scheune sind in Ordnung und in einem guten Zustand. Gut erhalten sind auch die Außenbalken mit den schmuckvollen Inschriften. Vor allem der Innenausbau soll im Zuge der Sanierung angegangen werden.

Entstehen sollen ein Versammlungssaal mit Sanitärräumen und eine Teeküche. „Wir brauchen dringend solch ein geräumiges Gemeindezentrum, in dem gut 80 Menschen Platz haben. Das erleichtert uns die kirchliche Arbeit ungemein“, betonte Silvio Scholz.

In den kommenden Wochen soll erneut versucht werden, das Loch in der Finanzierung zu schließen. Mittel von Lotto-Toto oder dem Denkmalschutz kommen dafür aber nicht in Frage. Grund: Die Dährer Pfarrscheune steht laut dem Pastor nicht unter Denkmalschutz.

Von Kai Zuber

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