Tangeln: Fläche in Regionalen Entwicklungsplan aufgenommen / Widerspruchsfrist läuft aber noch

Windpark nimmt Formen an

Christian Raapke (kleines Bild, r.) und Günter Wille zeigen den geplanten Standort für die Windkrafträder. Beide sehen derzeit nur noch wenige Stolperfallen auf dem Weg zu einer Bürgerwindgenossenschaft. Foto: ds, Karte: Reg. Planungsgemeinschaft

Tangeln. Das Landwirtschaftliche Unternehmen Tangeln hat seine Hausaufgaben bezüglich der geplanten Bürgerwindgenossenschaft gemacht. Doch in trockenen Tüchern ist der geplante Windpark – es geht um vier Windräder – noch nicht.

Nach der Aufnahme der Fläche südöstlich des Ortes in den Regionalen Entwicklungsplan Altmark (REP) läuft die Widerspruchsfrist. Dazu kommen Unwägbarkeiten aus der Bundespolitik in Berlin.

„Die Signale aus der Hauptstadt sind nicht so deprimierend, wie zunächst gedacht“, hat der Vorstandsvorsitzende des Landwirtschaftlichen Unternehmens Tangeln, Günter Willer, weniger Sorgen vor möglichen Änderungen am Erneuerbaren Energiengesetz (EEG). Dazu habe er bisher keine Kenntnis von möglichen Widersprüchen vor Ort. Umfangreiche Vorarbeiten mit diversen Gutachten zur Auswirkung der Anlagen auf Flora und Fauna, zu Schall- und Lärmschutz sowie zum Schattenwurf seien vorgelegt worden. „Alle relevanten Parameter können wir einhalten“, gibt sich Willer optimistisch, dass die Anlage gebaut und in Betrieb gehen kann. „Zwei Windkraftanlagen sehe ich als sicher an. Daneben laufen noch Gespräche mit Flächenbesitzern“, erklärte der Vorsitzende.

Die Vorarbeiten benötigten größere Investitionen. Dazu haben die Tangelner auch einen größeren Partner an Bord geholt. Die Energiequelle GmbH aus Kallinchen bei Berlin hat unter anderem zahlreiche Windkraftanlagen im energieautarken Ort Feldheim in Brandenburg errichtet.

Eines der geplanten vier Windräder soll Eigentum einer Bürgerwindgenossenschaft werden. „Bekomme ich die Nachricht, dass abschließend keine Widersprüche anhängig sind, werden wir sofort zur Gründungsversammlung einladen.“ Dies erwartet Willer für Ende Juli. Zudem meint er, dass ein positiver Beschluss in der Regionalversammlung dann nur noch Formsache sei. „Sonst wäre die Fläche ja nicht in den Regionalen Entwicklungsplan aufgenommen worden.“

Die Bürgerwindgenossenschaft wollen Willer und sein Mitarbeiter Christian Raapke zunächst auf die Region um Beetzendorf beschränken. „Wir wollen keine Großinvestoren von außen“, betont Günter Willer. Aus dem Ort sei „großes Interesse“ da, sagt Christian Raapke. „Und in diesem Fall zählt der Bürgerwille besonders stark“, betont Günter Willer.

Von David Schröder

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