Debatte im Jübarer Rat: Gefahr fürs Hünengrab? / Deutliches Ja zu drei Anlagen

Windkraft am Glunz-Werk

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So könnte es aussehen: Drei Windkrafträder sollen in der Nachbarschaft des Glunz-Werkes aufgestellt werden. Die Werksleitung ist begeistert, der Gemeinderat sagt mehrheitlich Ja.

Jübar/ Nettgau. In der Nähe des Glunz-Werkes in Nettgau sollen drei Windräder aufgestellt werden. Das ist zumindest die Idee der Investoren um Wilhelm Schulze. Dieser hat die jeweiligen Flächenbesitzer bereits in den vergangenen Wochen über die Pläne informiert.

Jübars Bürgermeister Carsten Borchert brachte das Projekt am Dienstagabend auf den Tisch seines Gemeinderates. Und dort regte sich Kritik.

„Ich habe bei diesem Antrag ganz schön geschluckt“, so Wolfgang Schulz aus Hanum. Er hat das ausgewiesene Naturschutzgebiet „auf der anderen Seite“ der Flächen bei Nettgau im Blick. Auch das Hünengrab, das rund zwei Kilometer nördlich von Nettgau und damit direkt am geplanten Windpark liegt, sollte ins Blickfeld rücken. Arndt-Henning Jordan, als Mitglied der „Jungen Archäologen“ sehr gut mit dem Hünengrab vertraut, warnt vor den geplanten Baumaßnahmen: „Bei Windkraft hat nur der Investor etwas davon, wir wissen gar nicht, was wir uns hier herholen“, mahnte Jordan während der Ratssitzung. Das Hünengrab würde Schaden nehmen und nicht nur das: Eine Windkraftanlage sei immer auch eine Belastung für die Menschen.

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Von Andreas Köhler

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