Adventshaus

Wieder ein Rekord der virtuellen Weihnachtsaktion in Apenburg

Zwei Männer
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Jeden Tag eine virtuelle Adventsgeschichte: Märchenonkel Peter Warlich (l.) mit dem Winterfelder Sportvereinschef Marno Schulz.
  • VonKai Zuber
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Die Nutzer des virtuellen Internetkalenders von Apenburg können sich an den vorgelesenen Weihnachtsgeschichten im wahrsten Sinne des Wortes nicht sattsehen.

Apenburg – Die täglichen Adventsgeschichten auf der Internetseite apenburg.de, die noch bis zum 23. Dezember per Video ins Netz gestellt werden, haben bei den Nutzern längst die Drei-Tausender-Marke geknackt.

Und nun kamen auch noch einmal über 100 Stunden Wiedergabezeit hinzu, was darauf zurückzuführen ist, dass die Nutzer des virtuellen Internetkalenders sich die vorgelesenen Weihnachtsgeschichten offenbar mehrmals anschauen und sich daran im wahrsten Sinne des Wortes nicht sattsehen können.

„Die 100 Stunden Wiedergabezeit und die besagte Klick-Statistik im Internet beweisen die große Popularität der Märchen im Adventshaus“, sagt WEB-Master und Mitinitiator Andreas Schwieger. Doch eine Aktion, das gab Schwieger ganz offen zu, war eine unschöne Überraschung. Das war einfach Pech.

„Wir wollten eine historische Apenburger Videoaufnahme im Internet für unsere Weihnachtsaktion genau zum Heiligabend hochladen. Doch da verstießen wir offenbar gegen das geltende US-Gesetz. Das altbekannte Weihnachtslied ,Oh du fröhliche ...‘ war speziell für Kinder gekennzeichnet. Aber es soll laut einer Beschwerde der Amis jugendgefährdend sein“, wundert sich Andreas Schwieger über die Tücken der aktuellen Internet- und Youtube-Zensur.

Das angedachte Video war als Premiere und Abschluss der ersten Saison aller Apenburger Weihnachtsgeschichten gedacht. Die Tradition der Geschichten reicht nämlich bis ins Jahr 2003 zurück.

„In meinen uralten Filmunterlagen hab ich ein Mini-Band entdeckt, wo ich am 24. Dezember 2003, also vor fast 18 Jahren, den Weihnachtsgottesdienst mit meiner damals ganz modern und teuren Kamera aufgenommen habe. Es war der Höhepunkt der damaligen Adventshaussaison und wohl auch die erste. Die Qualität ist aus heutiger Sicht grausam und die Lichtverhältnisse waren schlecht. Das Aufnahmeband lag ja nun schon 18 Jahre. Auch war es nicht einfach, das Filmmaterial neu zu digitalisieren, denn die heutige Technik kennt zum Beispiel keinen Firewire-Anschluss mehr“, berichtet Andreas Schwieger über seine technischen Schwierigkeiten.

Es musste ein alter Computer wieder aktiviert werden und auch die alte, längst eingemottete Kamera hatte so ihre Tücken. „Aber es hat viel Historisches, was ich auf dem Streifen entdeckt habe. Auch ist der Apenburger Chor in voller Besetzung zu sehen. Der Damalige Pastor Reinhard Flach hielt seinerzeit die Predigt und Märchenonkel Peter Warlich war damals noch ein junger Mann“, lacht Schwieger, der nun nach einer Lösung sucht, um den besonderen Filmstreifen doch noch einem möglichst breiten Publikum präsentieren zu können.

Bekanntester Vorlese-Gast bei den virtuellen Adventsgeschichten war neben Landrat Michael Ziche auch der Winterfelder Sportvereinschef Marno Schulz. Er nutzte die Gelegenheit und machte gleich Werbung für das Vereinsjubiläum im Mai.

Denn im Jahre 1922 wurde der Winterfelder Sportverein gegründet. Demnach steht im kommenden Jahr das runde 100-jährige Jubiläum an, das groß gefeiert werden soll. Vom 8. bis 15. Mai 2022 will die Sportgemeinschaft dieses Jubiläum gebührend würdigen, hieß es von Schulz.

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